Baesweiler: Zahl der Kita-Plätze in Baesweiler deutlich aufgestockt

Baesweiler : Zahl der Kita-Plätze in Baesweiler deutlich aufgestockt

Baesweiler boomt bei der Erschließung neuer Wohngebiete. Im Süd-Westen zwischen Baesweiler und Alsdorf rollen schon lange Planierraupen und Bagger. Viele junge Familien werden sich hier ansiedeln. Bedingt durch die Zuwanderung werden natürlich auch die Geburtenraten steigen.

Und: Immer mehr Mütter und Väter von Kleinstkindern versuchen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Die Folge: Der Bedarf an U2- und U3-Plätzen wird zusätzlich steigen. Da liegt auf der Hand, dass die derzeit 980 Kita-Plätze im Stadtgebiet schon bald nicht mehr ausreichen werden.

Zwei Projekte

Damit es erst gar nicht zu Engpässen in der Kinderbetreuung kommt, soll bis Mitte 2019 die Zahl um 205 auf dann stattliche 1185 Kita-Plätze aufgestockt werden — davon 55 für Kinder unter drei Jahren. Dies war eine von vielen guten Nachrichten bei einer Pressekonferenz im Baesweiler Rathaus mit Bürgermeister Dr. Willi Linkens, Vertretern der Städteregion Aachen und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Aachen GmbH (GWG). Diese steht bereits in den Startlöchern.

Geplant sind nämlich zwei Projekte: In der Brüsseler Straße im Baugebiet Süd-West soll eine neue Kindertagesstätte mit vier Gruppen für insgesamt 70 Kinder entstehen und im Sommer 2019 ihren Betrieb aufnehmen. Das Familienzentrum „Kleine Forscher“ in der Ringstraße soll bis zum gleichen Zeitpunkt von vier auf acht Gruppen erweitert werden. Das macht einen Zuwachs von 40 Kita-Plätzen aus. Zwei Vorlaufgruppen werden bereits den Bedarf ab Sommer 2018 abdecken — ebenfalls mit 40 Plätzen.

„Sowohl die neue Kita Brüsseler Straße als auch die Erweiterung des Familienzentrums Ringstraße werden pünktlich realisiert“, versprach der Geschäftsführer der GWG, Professor Axel Thomas. „Die beiden Kitas werden nicht nur alle Anforderungen des Landesjugendamtes erfüllen, sondern sich auch architektonisch sehen lassen.“

In der Kita „Heinzelmännchen“ in Beggendorf entsteht bereits 2018 eine dritte Gruppe mit 15 Plätzen. Und last but not least wird das ehemalige evangelische Gemeindezentrum Setterich für die Einrichtung von zwei Außengruppen der Kita „Löwenburg“ — nur wenige Gehminuten von dieser entfernt — grundlegend saniert. Macht noch einmal 40 zusätzliche Plätze ab Sommer 2018. „Wir werden die Räume an den Kindergartenträger vermieten“, erklärte Pfarrer Ulrich Schuster.

„Die Bevölkerungsentwicklung in Baesweiler ist natürlich sehr zu begrüßen“, sagte der Jugenddezernent der Städteregion Aachen Markus Terodde. „Wir als zuständiges Jugendamt müssen nun schnell handeln und die benötigten Betreuungsplätze für die Kleinsten bereit stellen.“

„Eine gute Nachricht für viele junge Eltern, die demnächst nach Baesweiler ziehen wollen“, sagte Bürgermeister Dr. Willi Linkens und lobte die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Städteregion und der GWG: „Über 200 neue Kita-Plätze innerhalb von 18 Monaten zu schaffen, ist mehr als sportlich. Aber ich bin sicher: Sie schaffen das!“

In Gemeinschaftsleistung

Projekte wie die anstehenden könnten natürlich nur in Gemeinschaftsleistung verwirklicht werden, sagte Markus Terode und verwies in diesem Zusammenhang auf die finanzielle Unterstützung durch Land und Bund. „Ohne diese wären wir nicht in der Lage, das Anstehende durchzuführen.“ Immerhin gibt es in Baesweiler 16 Kindertagesstätten in Trägerschaft der Städteregion, des DRK sowie der evangelischen und katholischen Kirche.

Die Aufstockung der Plätze in Baesweiler Kindertagesstätten erfordert natürlich zusätzliches Personal. In der Nordkreis-Kommune werden deshalb in den nächsten Jahren insgesamt 33 unbefristete Stellen für pädagogische Fachkräfte, Ergänzungskräfte und Erzieherinnen im Anerkennungsjahr geschaffen. Übrigens: Pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte sowie Erzieherinnen im Anerkennungsjahr können sich jederzeit bei der Städteregion Aachen bewerben.

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