1. Lokales
  2. Nordkreis
  3. Würselen

Rhein-Maas Klinikum: Testen auf Antikörper gegen das Coronavirus

Rhein-Maas Klinikum : Testen auf Antikörper gegen das Coronavirus

Am Rhein-Maas Klinikum startet eine Studie, um die Schutzmaßnahmen für Patienten und Mitarbeiter verbessern zu können.

Am Rhein-Maas Klinikum (RMK) hat in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) eine Studie zur Bestimmung von Antikörpern gegen das Coronavirus begonnen.

Die Studie soll Daten über die mögliche Infektion von Arbeitenden im Gesundheitswesen sowie über die Stabilität von Antikörpern über einen längeren Zeitraum liefern und dabei helfen, Ansatzpunkte zur weiteren Verbesserung der Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Patienten zu identifizieren. Die Antikörperstudie untersucht Blutproben von Mitarbeitern am Rhein-Maas Klinikum. Diese sind eingeladen, freiwillig an der sogenannten Prävalenzstudie teilzunehmen.

In einem Fragebogen wird erhoben, welchen Infektionsrisiken die Mitarbeiter ausgesetzt waren und noch sind – sowohl eventuell im heimischen Umfeld, als auch beruflich auf Coronavirus-Stationen, auf Normalstationen oder in anderen Bereichen des Krankenhauses wie den zentralen Diensten (Technik, Logistik etc.), Hauswirtschaft oder der Verwaltung. Die Ergebnisse sollen Informationen zum Arbeits- und Infektionsschutz liefern und dem RMK sowie der BGW ermöglichen, die umfangreichen Schutzmaßnahmen für Patienten sowie Mitarbeiter im Krankenhaus weiter zu optimieren.

Mehrfache Untersuchungen

„Um das Infektionsgeschehen besser verstehen zu können, führen wir die Untersuchungen im Verlauf mehrfach durch“, erläutert Professorf Dr. Georg Mühlenbruch, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin. Er führt die Studie im Würselener Krankenhaus gemeinsam mit der Betriebsärztin und Arbeitsmedizinerin Dr. Agnes Evenschor-Ascheid sowie der Krankenhaushygienikerin und Infektiologin Dr. med. Christine Fussen durch. „Wir hoffen, dass wir möglichst viele Mitarbeiter für die Teilnahme an dieser wichtigen Studie motivieren können“, führt Dr. Evenschor-Ascheid aus.

„Wenn Mitarbeiter Antikörper gegen das Sars-CoV-2 gebildet haben, so ist – abhängig vom Testverfahren – mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit von einer Immunität gegen das Virus auszugehen“, erklärt Dr. Fussen.

Darüber hinaus stellt die Studie valides Material für die Wissenschaft dar, um die Durchseuchung in einem Krankenhaus, das besonders nah am von der Corona-Pandemie betroffenen Kreis Heinsberg liegt, empirisch zu erforschen. So kann die Sicherheit sowohl für die Mitarbeiter des RMK, als auch für alle Patienten gezielt noch weiter verbessert werden.