St. Hubertus Würselen: Schützenkönig im Jubeljahr

St. Hubertus : Gian Mario Candrian ist Schützenkönig im Jubeljahr

Im Jahr ihres 125-jährigen Bestehens erlebten die Scherberger St. Hubertus Schützen zum Auftakt des Jubiläumsjahrs einen Königsvogelschuss, wie er besser nicht hätte sein können: optimale Witterungsverhältnisse und eine Schützenwiese voller gut gelaunter Menschen.

Wie immer hatten die Scherberger Schützen dafür gesorgt, dass es ihren Gästen an nichts fehlte. Ponyreiten und Eis für die kleinen Gäste, feinste Kuchen, eine Jubiläumsbowle, Fritten und Currywurst und viele weitere Spezialitäten vom Grill waren ebenso zu haben wie herrliche Salate und natürlich frisch gezapftes Bier, das an diesem Tag wahrlich in Strömen floss. Es herrschte Volksfestcharakter.

Nachdem bereits kurz vorher mit Fabian Böhm der neue Schülerprinz und unmittelbar vor dem Vogelschuss mit Benito Kempf der neue Jugendprinz ermittelt worden waren, wuchs die Spannung, als Brudermeister Karl-Jürgen Schmitz seine Schützen an den Schießstand rief und nach der Begrüßung der zahlreich erschienen Gäste, darunter viele befreundete Schützen und Vertreter der Karnevalsvereine sowie das Scherberger Jungenspiel, den Königsvogelschuss eröffnete.

Nach den Ehrenschüssen durch Bürgermeister Arno Nelles und Diakon Michael Lang und der obligatorischen ersten Runde für alle Schützen traten dann die elf Schützen an, die unbedingt im Jubeljahr die Königswürde erringen wollten.

Und der von Nils Weirauch gebaute und von Heidrun Palm-Offermann gestaltete Jubiläumsvogel wusste, was sich für ihn im Jubeljahr geziemt: Er machte es unsagbar spannend. Mehr als drei Stunden wehrte er sich gegen die gezielten Schüsse der Schützen. Selbst als er schon geraume Zeit angeschlagen schief auf der Stange hing, wollte er und wollte er nicht fallen. Doch dann war es soweit: Gian Mario Candrian, seines Zeichens Geschäftsführer der Bruderschaft, war der glückliche Schütze, der dem Vogel als Schweizer in der Tradition von Wilhelm Tell den entscheidenden Treffer versetzte und damit unter dem großen Jubel seiner Schützenbrüder und der Bevölkerung Schützenkönig – oder besser gesagt Jubelkönig – der Bruderschaft wurde. Zu den ersten Gratulanten zählte seine Ehefrau Ute.

Nach der Einsegnung des Königssilbers, der Prinzenplaketten und der von Michaela Grafen errungenen Damenplakette startete dann ein Fest, das noch bis tief in die Nacht andauerte.

Mit Gian Mario Candrian wurde ein Schütze neuer Schützenkönig, der seit mehr als 25 Jahren Mitglied der Bruderschaft ist. Bereits kurz nach seinem Eintritt in die Bruderschaft war er schon maßgeblich an der Organisation zur 100-Jahr-Feier der Bruderschaft beteiligt gewesen. Seitdem hat er sich in vielfältigster Weise um seine Bruderschaft verdient gemacht und wurde mehrfach – zuletzt mit dem Sebastianus Ehrenkreuz – ausgezeichnet. Schützenkönig war er dagegen noch nie – umso größer nun seine Freude.

(ro)
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