St. Antonius- und St. Sebastianus-Schützenbruderschaften zusammen

Schützen aus Bardenberg und Niederbardenberg : Gemeinsam und gestärkt in die Zukunft

Das große Vereinsjubiläum im vergangenen Jahr hatte die St. Antonius-Schützenbruderschaft Niederbardenberg noch mit viel Spaß und Freude vor allem für die viele Gäste „über die Bühne“ gebracht. Doch auch da war praktisch nur noch ein Notvorstand im Amt, sagt Gerd Brepols.

Schon seit geraumer Zeit hatte der Verein das Problem, nicht genügend ehrenamtlich engagierte Mitglieder für alle Stellen in der Führungsmannschaft zu finden. Brepols: „Wir mussten handeln, entweder den Verein auflösen, was eigentlich auch niemand wollte, oder den Zusammenschluss mit einem anderen Verein zu suchen.“ Für Letzteres entschied man sich.

Da war es ein Glücksfall, dass seit der Schließung des Vereinshauses „Alte Schule“ in Bardenberg die dortige St. Sebastianus-Schützenbruderschaft seit rund fünf Jahren nicht nur die Schießanlage, sondern auch zu speziellen Anlässen die Liegenschaften der Nachbarn mit genutzt hat.

Dirk Kuntz, Geschäftsführer der Bardenberger Gewehrschützen sagt: „Es sind in den Jahren schon viele Freundschaften entstanden. Da verliefen die entsprechenden Gespräche natürlich mit viel Respekt füreinander positiv. Es musste sich wirklich niemand verbiegen.“

Auf eine weitere gute Zusammenarbeit: Gerd Brepols (l.) von den bisherigen St. Antonius Schützen Niederbardenberg und Dirk Kuntz, Geschäftsführer der Bardenberger St. Sebastianus Schützenbruderschaft, besiegeln den Zusammenschluss noch per Handschlag. Foto: Wolfgang Sevenich

Doch es waren natürlich auch rechtliche Vorgaben einzuhalten. So haben sich faktisch nun die Niederbardenberger Gewehrschützen der St. Sebastianus-Bruderschaft in Bardenberg angeschlossen – und somit auch deren Namen angenommen.

Als „Hochzeitsgeschenk“ brachten sie nicht nur ihre Tradition und Geschichte mit, auch die Liegenschaften hinter der St. Antonius Pfarrkirche. Dirk Kuntz: „Wir können so gemeinsam und gestärkt in eine positive Zukunft blicken.“ Das große Schützenfest mit dem Königsvogelschuss als Höhepunkt wird auch zukünftig auf dem „Kaiser“ in Bardenberg, eingebunden in die Kirmes und dem Fest des Jungenspiels, stattfinden. Die kleineren Feste wie etwa die Saisoneröffnung finden in Niederbardenberg statt. Die logistischen Voraussetzungen sind hier viel einfacher umzusetzen.

Auch ist nun wieder daran zu denken, so die Verantwortlichen, ein eigenes Jugendteam aufzubauen und auf Bezirksebene ein Seniorenteam zu melden bzw. entsprechende Wettkämpfe ausrichten zu können. „Alles in allem profitieren beide Seiten von diesem Zusammenschluss und auf diese Weise können wir sowohl die Niederbardenberg als auch die Bardenberger Schützentraditionen und die Geschichte weiter leben lassen“, sind sich Gerd Brepols und Dirk Kuntz einig.

(fs)
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