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Städtepartnerschaft Würselen-Ruichang: Solidarität mit den Freunden in Fernost

Städtepartnerschaft Würselen-Ruichang : Solidarität mit den Freunden in Fernost

Würselen liegt Tausende von Kilometern weit weg vom Epizentrum des Coronavirus, der chinesischen Provinz Hubei beziehungsweise ihrer Hauptstadt Wuhan. Für Würselens Partnerstadt Ruichang gilt das nicht.

Nur 200 Kilometer trennen sie von Wuhan, gerade nach den Maßstäben des riesigen Landes ist das praktisch die direkte Nachbarschaft. Und so gesehen rückt der Krisenherd auch an Würselen ein Stück näher heran. Als Zeichen der Solidarität traf die Freundschaftsgesellschaft Würselen-Ruichang um den Vorsitzenden, Bürgermeister Arno Nelles, sich  nun zum Gruppenfoto vor dem Rathaus, um ein Zeichen der Solidarität an die Freunde in Fernost zu senden. „Bleib stark, China“, war auf Plakaten zu lesen. Und: „Ruichang, halte durch!“

Den heißen Draht nach China weiß die Freundschaftsgesellschaft in Person des stellvertretenden Vorsitzenden, Zhen Xu, in ihren Reihen. Er stammt aus Ruichang und hat dort dementsprechend Verwandte und Freunde, mit denen er in Kontakt steht. Xus Informationen nach hat es in Ruichang bislang nur einen Infizierten gegeben, der Patient sei mittlerweile wieder genesen. „Das ist ein Wunder für die Stadt Ruichang“, sagt Xu. Die Anspannung in seiner Heimat bleibe aber hoch.

Karl-Jürgen Schmitz, Fraktionsvorsitzender der Würselener CDU, hat im vergangenen Jahr an einer Reise mit der Freundschaftsgesellschaft nach China teilgenommen. Die Eindrücke und die Gastfreundschaft sind ihm in bester Erinnerung geblieben. Die Städtepartnerschaft mit Ruichang hält Schmitz vor dem Hintergrund der Globalisierung für besonders wichtig. „Die Entfernungen schrumpfen. Man muss sich kennen, um sich zu verstehen.“ Schmitz hat bereits vor knapp drei Wochen angeregt, dass Hilfe angeboten wird. „In Zeiten der Not sollte man Freunde nicht im Stich lassen“,  findet er, räumt aber ein, dass es natürlich schwierig sei, auf die Distanz und angesichts der Schwere der Epidemie wirklich konkrete Hilfe zu leisten.

Versuchen will man es trotzdem. Wie Bürgermeister Arno Nelles erklärt, hat die Freundschaftsgesellschaft unter den Mitgliedern und denjenigen, die bereits an Reisen nach China teilgenommen haben, eine Spendensammlung gestartet. Auch die hält Nelles eher für einen symbolischen Akt, „alles andere wäre bei einer Stadt mit 400.000 Einwohnern illusorisch“, sagt er mit Blick auf die Größe Ruichangs. Von dem eingenommenen Geld sollen Gesichtsmasken für Ruichang angeschafft werden. Die sind dort nämlich knapp, wie Zhen Xu in Erfahrung gebracht hat.

Wer die Aktion unterstützen will, kann seine Spende unter dem Verwendungszweck „Coronavirus“ entweder auf das Konto DE80 3916 2980 0119 8940 18 (VR Bank) oder auf das Konto
DE48 3905 0000 1070 6393 54 (Sparkasse Aachen) überweisen.

(jpm)