125 Jahre Scherberger St.-Hubertus-Schützen

Festschrift zum 15-Jährigen : Scherberger St.-Hubertus-Schützen blicken auf wechselvolle Geschichte

Die Vorbereitungen für das Jubelfest 125 Jahre St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Würselen-Scherberg 1894 sind so gut wie abgeschlossen. Am letzten Augustwochenende vom 30. August bis zum 1. September wird auf der Schützenwiese und im großen Festzelt an der verlängerten Paulinenstraße ausgiebig gefeiert.

Höhepunkte des Festwochenendes sind unter anderem die große Tanzparty, das Stadtkönigsschießen, Jubiläumsfestakt und -ball sowie der große Festzug und der Zapfenstreich.

Vorgestellt wurde jetzt vom Festausschuss die sehr lesenswerte Festschrift zum Jubiläum. Auf 104 Seiten erfährt der Leser nicht nur sehr viel Wissenswertes über die traditionsreichen Scherberger Hubertusschützen, sondern über die Historie Würselens insgesamt.

Brudermeister Karl-Jürgen Schmitz: „Wer konnte schon ahnen, welchen Weg die 1894 gegründete Hubertus-Schützengesellschaft Kaisersruh einmal gehen würde. Der Weg war steinig, große Probleme waren zu lösen. Heute präsentiert sich die Bruderschaft mitgliederstark, lebendig und aktiv wie kaum ein anderer Schützenverein in Würselen.“

Diese Festschrift, die ab sofort bei allen Mitgliedern der Bruderschaft und bei der Sparkasse am Morlaixplatz und in der VR-Bank an der Kaiserstraße erhältlich ist, knüpft nahtlos an die vom Leiter des Kulturarchivs der Stadt Würselen, Heinz Josef Küppers, verfasste Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der Bruderschaft an.

Der Vorsitzende des Festausschusses zum 125-jährigen Jubiläum, Staatssekretär a.D. Achim Großmann, hat nun federführend an dieser neuen Festschrift mitgewirkt, besonders die frühe Geschichte der Bruderschaft zum Gegenstand einer ausführlichen Untersuchung gemacht und in einer fast wissenschaftlich zu nennenden Art erforscht.

„Damit konnte dieser in weiten Teilen im Dunkeln liegende Teil der Geschichte der Bruderschaft weiter erhellt und mit zahlreichen hochinteressanten Details und Dokumenten weiter vervollständigt werden“, betonte Karl-Jürgen Schmitz bei der Präsentation im Schützenheim.

Blinde Flecken aufgedeckt

„Mein Anspruch war, dass wir vor allen Dingen die sogenannten blinden Flecken des Vereins aufdecken. Durch die Kriegswirren ist einiges verloren gegangen und wir haben versucht, in der Geschichte wirklich das auszugraben, was noch zu finden ist an Quellen“, sagte Achim Großmann.

Besonders am Herzen lagen ihm auch die Schilderung der Aktivitäten des Vereins, schließlich mache ein Schützenverein mehr als nur den Königsvogelschuss. Es werde Gemeinschaft gelebt, von den Pilgerreisen, dem Ausbau der Schützenwiese bis zum Aufbau eines Archivs. Achim Großmann: „Ich fand, das musste rein, und Karl Jürgen Schmitz hat dazu sehr gute Artikel geschrieben.“ Prädikat sehr lesenswert!

(ro)
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