Würselen: Stadtverwaltung kündigt Konzept an

Kaiserstraße in Würselen : Stadtverwaltung kündigt Konzept an

Die Stadtverwaltung will in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Technik und Bauen ein „Gesamtkonzept“ für die Klärung der Verkehrssituation auf der Kaiserstraße vorlegen. Dies kündigte der Erste und Technische Beigeordnete Till von Hoegen in der Sitzung ebendieses Ausschusses am Donnerstagabend an.

Die Verwaltung reagiert damit auf die erst zwei Tage zuvor publik gewordene Zahl an
Fahrradunfällen, zu denen es im vergangenen Jahr auf der Kaiserstraße gekommen ist.

Die aktuelle Situation ist dem Versuch geschuldet, vor Ort sämtlichen Verkehrsteilnehmern gerecht zu werden und insbesondere den Fahrradverkehr zu fördern: Für den Kraftverkehr gilt eine Einbahnstraßenregelung vom Markt in Richtung Parkhotel, während Radfahrern ein Fahrstreifen in die Gegenrichtung vorbehalten ist.

Über die ungewöhnliche Regelung hatte es bereits in der Vergangenheit Diskussionen gegeben, ohne dass etwas Wesentliches geändert worden wäre – genau das scheint angesichts der Unfälle nun aber bevorzustehen. Ins Detail ging von Hoegen am Freitag nicht, stellte aber schon einmal klar: „Einen Tod werden wir sterben müssen.“ Gemeint war wohl, dass entweder der Fahrradstreifen verschwinden muss oder der westliche Parkstreifen. Letztere Möglichkeit würde „sicherlich auf riesige Freude stoßen“, merkte von Hoegen ironisch an.

In der SPD, die sich zu dem Thema als bislang einzige politische Fraktion zu Wort gemeldet hat, geht man davon nicht zwingend aus und hat angedacht, Park- und Fahrradstreifen zu tauschen, was einen Fahrradweg auf dem Bürgersteig bedeuten würde. (jpm)

(jpm)
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