Würselen: Leiterin und Schüler stellen der Politik die GGS Mitte vor

Bildungsausschuss Würselen : Leiterin und Schüler stellen der Politik die GGS Mitte vor

Schulleiterin Claudia Dimmers und mehrere Schüler stellen im Würselener Schulausschuss die GGS Mitte vor. Es geht um Schwimmunterricht, Streitschlichtung und allerlei kleine Vorkommnisse aus dem Schulalltag.

Dass Schulleiterinnen oder Schulleiter ihre Bildungseinrichtungen den Mitgliedern des Bildungsausschusses persönlich vorstellen, ist inzwischen in Würselen zu einem lieb gewonnenen Brauch geworden. Doch diesmal war es anders, neu und neben den Fakten sehr unterhaltsam.

An der Reihe war die Gemeinschaftsgrundschule Mitte von der Friedrichstraße, und Schulleiterin Claudia Dimmers hatte sich für die Präsentation Verstärkung mitgebracht. Mehrere Kinder sorgten mit eigenen Beiträgen für eine anschauliche Vorstellung die auf jeden Fall das Prädikat „nah dran“ verdiente. So erlebten die Ausschussmitglieder nicht nur den Blickwinkel der Erzieher, die Kinder erzählten von Pausenerlebnissen, Streitschlichtungen und allerlei kleinen Vorkommnissen rund um ihren Schulalltag.

Zwischen den Vorträgen der kleinen Gäste erläuterte Claudia Dimmers mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation die Schule, die Ziele, aber auch die Wünsche für die Zukunft, bei denen die Politik Hilfestellungen geben könne. Hier wurde das Bestreben nach zusätzlichen Räumlichkeiten für die Betreuung der Kinder angesprochen, aber vor allen der Wunsch nach „mehr Wasser“.

Sollte heißen: Die Rahmenbedingungen für den dringend notwendigen Schwimmunterricht müssten deutlich verbessert werden. Der Wegfall der Lehrschwimmbecken in den letzten Jahren und die Schulkonzentration im „Aquana“ seien keine guten Voraussetzungen, Kindern frühzeitig das Schwimmen zu erlernen, so die Botschaft. So muss sich zum Beispiel die GGS Mitte oft genug das Becken im Aquana mit Schülern des Gymnasiums teilen. Viel zu wenig junge Menschen könnten inzwischen wirklich schwimmen, die Auswirkungen seien im vergangenen Sommer bei tragischen Schwimmunfällen auch in unserer Region bereits sichtbar geworden.

Während bei diesem Punkt die Mitglieder des Würselener Bildungsausschusses durchaus Verständnis für diese Problematik zeigten, allerdings noch keine Lösungsansätze präsentieren konnten, gab es in Richtung neuer Räumlichkeiten für die Gemeinschaftsgrundschule Würselen-Mitte bessere Zukunftsaussichten, wenngleich nicht ohne einen Dämpfer aus der Verwaltung. Beim Sachstandsbericht zu Neu- und Erweitungsbauten hieß es in der entsprechenden Mitteilungsvorlage für die GGS Mitte: Auch hier ist die Grundlagenermittlung und die Vorentwurfserstellung erfolgt und die Abstimmung in den Fachdiensten und mit der Schulleitung hat begonnen. Die Lage des neu zu erstellenden Baukörpers erfordert allerdings eine Änderung des Bebauungsplanes.

Dies werde voraussichtlich zu einer zeitlichen Verzögerung der Fertigstellung um zwölf Monate führen. Der Fehlbedarf von einem Klassenraum an der GGS Mitte kann voraussichtlich aber an einem anderen Schulstandort kompensiert werden, da zum Schuljahr 2019/2020 an dieser Grundschule eine Eingangsklasse weniger gebildet werden wird.

(da)
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