Würselen: Handball-Camp bei Westwacht Weiden soll Kindern Spaß machen

Ferien bei Westwacht Weiden : Handball-Camp soll Kindern den Spaß am Sport vermitteln

Beim Handball-Camp des Klubs Westwacht Weiden sollen die Kinder spielerisch an den Sport herangeführt werden. Das einwöchige Training in der Ferienzeit soll nicht nur spaß machen, sondern den Sport auch beliebter.

Einmal wie Alina Welter mit dem Ball durch die Halle flitzen. Oder hoch steigen zu können, wie es Lynn Buerschaper vormacht. Oder die Technik nachspielen, die Claudia Schlingensief beherrscht. Alle drei Spielerinnen sind aus dem Handballklub Westwacht Weiden hervorgegangen und haben es bis in die Regionalliga geschafft. Dort sind sie derzeit Spitzenreiter mit ihrem Team des vor zwei Jahren gegründeten Fusionsklubs HC Weiden.

Kinder suchen nach solchen Vorbildern und möchten es ihnen gleichtun. Deshalb sind sie froh, einen Platz im „Actimonda-Handball-Camp“ gefunden zu haben. Ernst Kuck und Jürgen Bayer, zwei Spieler, die selbst eine große Handball-Karriere bei der Westwacht gemacht haben, leiten das 14. Camp dieser Art. 81 Kinder haben sich angemeldet.

Interesse wächst langsam wieder

„Ohne Sponsoren hätten wir das so nicht mehr stemmen können“, räumt Westwachts Ehrenvorsitzender und Mitgründer des Camps, Peter Kremer, ein. Spielerisch werden die Kinder eine Woche lang an den Sport herangeführt und leben auch das Gemeinschaftsgefühl aus. In Ernst Kuck, Jürgen Bayer oder auch Manfred Engelhoven sowie die für die Mädchen zuständigen Spielerinnen und Trainerinnen Kira Brzoska, Tina Rademacher oder Sarah Steins und vielen anderen hat man souveräne Lehrkräfte, die auch psychisch gut geschult sind. Ernst Kuck, gerade Opa von Enkel Janno geworden, freut sich, „dass wir diesmal sehr viele Mädchen dabei haben“. Auch Würselens Stadtspoprtverbands-Vorsitzender betont: „Das ist gut für den Handball, das ist gut für den Klub und wichtiger denn je.“ Denn gerade dort ließ das Interesse in den letzten Jahren nach. Aber nun wächst das Interesse erneut, wie bei den Trainings- und Spieleinheiten in der Halle Parkstraße sichtbar wurde.

Neben dem Spiel mit dem Ball konnten sich die Kinder aber auch draußen austoben. Wenn es das Wetter zugelassen hat. Zudem hat man gemeinsam Mittag gegessen, das die Eltern oder Großeltern vorbereitet hatten.

Vor dem Abschlusstag übernachteten die Kinder gemeinsam in der Halle und ließen sich danach zum Frühstück Speck und Ei auftischen. Peter Kremer, der weise Mann des Klubs, spricht noch einen relevanten Punkt an. „Wir hoffen, auch den Schulsport mit dieser Aktion ein bisschen ankurbeln zu können“.

Mit dem Wunsch, die Kinder gehen in ihre Klassen zurück und erzählen, wie spannend das Handballtraining war. Damit sich möglichst viele Kinder, auch sozial schwächere, das leisten können, wurde der Teilnehmerbetrag auf 20 Euro festgeschrieben. „Sport soll Spaß machen, in einer immer digitaler werdenden Welt. Dafür setzen wir uns gerne ein“, formulierte Ralf Steinbrecher, Vertreter der Krankenkasse, die als Sponsor fungiert, zum Abschluss des einwöchigen Camps.

Gutschein für Regionalligaspiel

Zum Dank an die sportlichen Kinder gab es dann auch Gutscheine für sie und ihre Eltern zum Besuch eines Regionalligaspiels am 9. November. An dem Tag spielen die Herren des HC (19.30 Uhr, Regionalliga Nordrhein) gegen Dinslaken und davor steigt die Damen-Partie, ebenfalls Regionalliga (17.30 Uhr) gegen den SV Straelen.

(mali)
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