Würselen: Würselen bringt Tempo ins Internet

Würselen: Würselen bringt Tempo ins Internet

Schon in einem Jahr soll es flächendeckend ein richtig schnelles Internet in Würselen geben. Am Mittwoch haben Vertreter der am Glasfaserausbau beteiligten regionalen Firmen — das Versorgungsunternehmen Enwor und NetAachen — im Rathaus das Projekt vorgestellt.

Bürgermeister Arno Nelles begrüßte dort das Vorhaben, „das Würselen als Wohn- und Arbeitsort noch interessanter machen wird“. 31 Kilometer Glasfaserkabel sollen ab dem 1. Juni verlegt werden. In 85 Verteilerschränken werden sie angeschlossen, um letztlich mit 121 Kabelverteilzentren der Telekom übertragen zu werden. Den Ablauf skizzierte Enwor-Geschäftsführer Herbert Pagel. „Wir werden ab Mitte des kommenden Jahres eine fast hundertprozentige schnelle Anbindung der Haushalte und Firmen in allen Ortsteilen haben“, freute sich Arno Nelles über den Ausbau.„Würselen wird damit auch auf diesem Gebiet für die Zukunft gerüstet sein.“

Was ihn besonders freuen dürfte: Das Projekt unter dem langatmigen Titel „Bereitstellung breitbandiger Telekommunikationsanschlüsse auf der Basis von Glasfaser auf dem Gebiet der Stadt Würselen“ wird Würselen nichts kosten. Etwa 1,3 Millionen Euro wird die Enwor in den Ausbau investieren und dabei für gut zwei Drittel der benötigten Kabelstrecken vorhandene Leerrohre ihres Stromnetzes nutzen können. Net-Aachen wird eine halbe Millione Euro in die Technik investieren. „Dabei wird die Zahl der offenen Baumaßnahmen so gering wie möglich gehalten“, erklärte Herbert Pagel. Nur auf etwa zehn Kilometern seien Tiefbauarbeiten und damit größere Baustellen vonnöten. „Bis zum 30. Juni 2015 wollen wir rund 15.000 Haushalte und 400 Gewerbetriebe mit der Glasfaser erreichen“, sagte Arno Nelles. Heute schon mit der so genannten „Fibre To The Home“-Technik (FTTH) erschlossen sind das Wohngebiet Kapellenfeldchen und das Gewerbegebiet Aachener Kreuz.

„Der Bedarf an hohen Bandbreiten steigt von Tag zu Tag. Genau diese hohen Bandbreiten bietet uns die Glasfaserinfrastruktur. Mit unserer Technik in den neuen Multitfunktionsgehäusen können über die NetAachen-Anschlüsse selbst große Datenmengen in kürzester Zeit verschickt und empfangen werden“, sagte NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider. Das begrüßte auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg beim Besuch im Rathaus. „Wer die Entwicklung verschläft, der hemmt das Wachstum. Ich kann Würselen nur beglückwünschen, hier gar nichts verschlafen zu haben.“

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