Alsdorf: Wohnhaus in Flammen: Bewohner in Sicherheit

Alsdorf: Wohnhaus in Flammen: Bewohner in Sicherheit

Nur knapp ist ein Familienvater mit seinen beiden Kindern am späten Mittwochabend einer Katastrophe entkommen. Der 39-jährige Eigentümer eines Hauses an der Schachtstraße auf dem Annagelände bemerkte nach Angaben der Polizei kurz vor Mitternacht eine starke Rauchentwicklung.

Es gelang ihm, sich und seine beiden im Obergeschoss schlafenden sieben und drei Jahre alten Kinder nach draußen in Sicherheit zu bringen. Weitere Personen waren nicht im Haus. Die Kinder und er wurden vorsorglich ins Klinikum gebracht, um eine mögliche Rauchgasinhalation auszuschließen. Auf Anfrage teilte die Stadt Alsdorf mit, dass die Hausbewohner zwischenzeitlich wieder aus dem Krankenhaus entlassen sind und vorerst im Kreis der weiteren Familie Aufnahme gefunden haben.

Einsatz in Alsdorf: Ein Wohnungsbrand in der Schachtstraße hielt gegen Mitternacht die Feuerwehr in Atem. Fotos: Feuerwehr Alsdorf

Der Brand wurde durch die Berufsfeuerwehr Alsdorf gelöscht. Das Haus ist stark beschädigt und zur Zeit nicht bewohnbar. Zur Brandursache sind noch keine Angaben möglich. Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen aufgenommen.

Einsatz in Alsdorf: Ein Wohnungsbrand in der Schachtstraße hielt gegen Mitternacht die Feuerwehr in Atem. Fotos: Feuerwehr Alsdorf

Aus Sicht der Feuerwehr spielte sich das Geschehen wie folgt ab: Noch vor Eintreffen der ersten Kräfte ereignete sich im Erdgeschoss des zweistöckigen Gebäudes eine sogenannte Durchzündung. Die zur Straße hin gelegenen und auch die rückwärtigen Räume brannten als Folge in voller Ausdehnung.

Einsatz in Alsdorf: Ein Wohnungsbrand in der Schachtstraße hielt gegen Mitternacht die Feuerwehr in Atem. Fotos: Feuerwehr Alsdorf

Da zu Beginn des Einsatzes nicht bekannt war, ob sich noch Menschen im Gebäude aufhielten, wurde eine umfassende Menschenrettung eingeleitet. Zeitgleich drangen drei Trupps unter Atemschutz in das Gebäude ein und suchten sämtliche Etagen ab. Die eingesetzten Trupps konnten jedoch keine Bewohner mehr vorfinden.

Der Brand wurde mit zwei C-Strahlrohren gelöscht und das Gebäude gelüftet. Weil die elektronischen Rollladenheber ausgefallen waren, mussten im zweiten Obergeschoss zwei Rollladen gewaltsam entfernt werden. Da die Durchzündung im Erdgeschoss auch das rückwärtige Wärmeverbundsystem entzündet hatte, mussten die Einsatzkräfte einen Teil der Hausfassade gewaltsam öffnen und löschen.

Nach etwa anderthalb Stunden konnten die meisten der 37 Wehrleute und 13 Fahrzeuge wieder einrücken, während ein Fahrzeug nebst Besatzung bis etwa 4 Uhr als Brandsicherheitswache vor Ort blieb. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Wehrleiter Andreas Dovern.

(-ks-)