Alsdorf: Wohin mit der Barabarakapelle in Alsdorf?

Alsdorf: Wohin mit der Barabarakapelle in Alsdorf?

Die Spaten lehnen bereits in einem Besprechungsraum der ehemaligen Kraftzentrale an der Wand. Aber die noch mit Folie überzogenen Metall-„Köpfe” haben noch keinen Regenwurm gesehen oder gar zerteilt.

Die Arbeitsgeräte sollen, bedient von Honoratioren und Projektverantwortlichen, in feierlichem Rahmen den Baubeginn der Barbarakapelle auf dem Annagelände markieren.

Der Verein Bergbaumuseum Grube Anna wird mit seinem Vorhaben erneut Geduld aufbringen müssen, obwohl die Stadt schon vor einem Jahr die Baugenehmigung erteilt hat.

„Es sah einige Male gut aus, aber letztlich gab es immer neue Bedenken und Vorbehalte”, hat Josef Kohnen formuliert. Der Vorsitzende des Bergbaumuseumsvereins ruft in Erinnerung, dass die Kapelle am westlichen Rand des Anna-Parks errichtet werden soll. Der Kuppelbau soll sich per Erdanschüttung nahtlos in die Parkarchitektur einfügen.

Erschlossen wird die Barbarakapelle durch einen stollenartigen Zugang. „Jetzt muss geklärt werden, ob der Baugrund das Gewicht der Kapelle tragen kann oder ob die etwa zwei Meter tief liegende Folie, die das Oberflächenwasser in eine Drainage führt, beschädigt werden kann”, beschreibt Kohnen die neu zu nehmende Hürde.

Die Fläche gehört der Stadt Alsdorf. Die Unterstützung für dieses nicht nur für ehemalige Bergleute wichtige Projekt Kapelle, das neben den Denkmälern wie Fördermaschinenhaus, Turbinenzentrale und Unterstation für Alsdorf steht, droht gerade bei Verwaltung und Politik zu bröckeln, gibt Kohnen den Eindruck bei Vereinsverantwortlichen wieder. Dem pflichten die Vorstandskollegen Karl-Peter Schröder und Hartmut Krämer bei.

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