Baesweiler: Windpark steht vor der Modernisierung

Baesweiler : Windpark steht vor der Modernisierung

Der Bau- und Planungsausschuss der Stadt Baesweiler hat sich mit zahlreichen Themen zur Weiterentwicklung der Ortsteile beschäftigt. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Themen.

Windkraft

Die Technologie von Windkraftanlagen hat sich in den letzten Jahren immer weiter entwickelt. Dementsprechend bemühen sich derzeit viele Energieversorger und Kommunen, alte Anlage durch neue zu ersetzen. So auch in Baesweiler. Hier setzt man auf „Repowering“: Windenergieanlagen der ersten Generation sollen durch moderne Turbinen ersetzt werden, die vergleichsweise geringe Drehzahlen haben.

Leisteten ältere Anlagen in den 1990er Jahren noch 40 bis 60 Umdrehungen pro Minute, sind es bei den modernen nur noch zehn bis 20. Auch beim Immissionsschutz können die neuen Modelle punkten. Denn sie erzeugen weniger Lärm als die älteren. Es biete sich also an, die fünf Anlagen Richtung Boschelen hinter der Siedlung West durch neue auszutauschen, erklärte die technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel bei der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses.

„Die neuen Windräder haben im Gegensatz zu den alten eine zwei- bis dreifach höhere Leistung und laufen gleichmäßiger.“ Der Mindestabstand zu den nächsten Wohnhäusern soll vergrößert und die Besitzer der entsprechenden Ackerparzellen am Gewinn beteiligt werden. Dies geschehe im Einvernehmen mit der Landwirtschaftskammer, so Tomczak-Pestel. Für das Plangebiet soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Neubaugebiete

Erkennbare Fortschritte sind auch auf dem Gelände des ehemaligen Bus-Depots am Herzogenrather Weg sichtbar. Hier entsteht ein neues Wohnbaugebiet mit einem dreigeschossigen Wohngebäude sowie Einzel- und Doppelhäusern. Bauträger ist die Wohnungsbaugesellschaft Viva West. Die Lage in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl zum Carl-Alexander-Park als auch zur Baesweiler City bietet mancherlei Vorteile.

Grünen-Sprecher Rolf Beckers mahnte jedoch an, dass die Anregung vom NABU, den Baumbestand im nördlichen Bereich zu erhalten, bei der Planung nicht berücksichtigt worden sei. Er stimme deshalb in zwei Punkten gegen den Bebauungsplan, den er jedoch grundsätzlich unterstützen wolle, so Beckers. Denn es sei sinnvoll, diesen Bereich für künftigen Wohnraum zu nutzen, erklärte er. Auch die Friedhöfe standen auf der Agenda des Ausschusses.

Friedhöfe

In Oidtweiler werden ab 2018 überirdische Urnenbestattungen möglich sein. Angeregt durch einen Antrag des CDU-Ortsverbandes Oidtweiler sollen im Bereich der Verabschiedungshalle so genannte Urnenstelen aufgestellt werden. Eine Änderung der Gebührenordnung soll bis Jahresende ermittelt werden. Die SPD-Fraktion sieht bei den Friedhöfen im Stadtgebiet einen Nachbesserungsbedarf.

Durch Fällungen zum Teil alter Bäume sei vor allem in Oidtweiler der parkähnliche Charakter der Friedhöfe nicht mehr gegeben, so der SPD-Sprecher Alfred Mandelartz. Ein Friedhof sei vor allem für ältere Menschen ein Rückzugsort von der Hektik des Alltags und nicht zuletzt ein sozialer Treffpunkt. Die SPD beantragt deshalb ein Konzept für die künftige Nutzung und einen Maßnahmenkatalog zur Aufwertung und Begrünung aller Friedhöfe im Stadtgebiet.

Die Friedhöfe verfügten über eine ausreichende Anzahl von Sitzgelegenheiten, erklärte der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses Wolfgang Lankow. Alte, von Fäulnispilzen befallene Bäume seien aus Sicherheitsgründen gefällt worden, eine Ersatzpflanzung zeitnah erfolgt. Da sämtliche Friedhöfe über eine hohe Aufenthaltsqualität verfügten, sehe die Verwaltung keinen dringenden Grund, ein neues Konzept zu erstellen. Mit Ausnahme der SPD stimmten alle Fraktionen gegen den Antrag.

(nu)
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