Weithachtswochenende in Herzogenrath begeistert

Weihnachtswochenende in Roda : Begeisternder Budenzauber entführt auch ins Mittelalter

Schon der frühe Freitagabend begann rekordverdächtig. Mehrere hundert Besucher hatten ob der verhältnismäßig guten Witterung den Weg zum Weihnachtsmarkt bereits am Eröffnungstag gefunden – traditionell eher der „ruhige“ Tag des großen Weihnachtswochenendes in Roda.

Am Samstag konnten sich Händler wie Organisatoren kaum vor dem Ansturm retten. Die drei Ebenen des Marktes unterhalb der Burg Rode füllten sich mit Einbruch der Dunkelheit innerhalb von wenigen Minuten.

Ob Limburger Ritterschaft, Showacts im Burggarten und am Ferdinand-Schmetz-Platz oder der nach Meinung vieler Besucher „beste Glühwein weit und breit“ - für alle Geschmäcker lag die richtige Antwort bereit am dritten Adventswochenende.

In eingespielter Manier hatte sich der Verein Burg Rode Herzogenrath um den Burghof gekümmert. In Kooperation mit der auf der Burg ansässigen Limburger Ritterschaft unter ihrem Anführer „Lothar von Limburg“ (alias Lothar Albrecht) wurde der Hof abermals in das beliebte, mittelalterliche Flair getaucht. Ritter, Lagerfeuer, Met und frisch zubereitete Spezialitäten erwarteten die neugierigen „Untertanen“. Die Kollegen des Rotary Clubs Kerkrade-Herzogenrath Eurode hatten indes ihr Zelt am Rand aufgeschlagen.

Der traditionelle „Adventskalender live“ ist natürlich in vollem Gange und hatte auch am zurückliegenden Wochenende wieder allerhand Überraschungen hinter den Türchen 14 bis 16 parat. An der Theke wurde der nach „Geheimrezept“ kreierte Glühwein vom Fass ausgegeben. Allein dafür hatte sich so manch einer schon auf den Weg zur Burgweihnacht gemacht.

Im Innern der Burg hatte das Burg-Rode-Team um den Vorsitzenden Wolfgang Schmitz zahlreiche Kunsthandwerker und Anbieter von Delikatessen begrüßen können. Wem die frostigen Temperaturen im Freien zu Schaffen machten, konnte sich bei einem ausgedehnten Bummel durch die Säle der Burg wieder aufwärmen sowie das hochwertige Kunsthandwerk bestaunen und erwerben.

Mit dem atemberaubenden Blick über die in Dunkelheit getauchte Stadt zu Füßen der Burg wurde man auch gleich auf die nächste Ebene der Burgweihnacht geleitet. Im Burggarten hatten man seitens der Stadt für Live-Events, Snacks und „Budenzauber“ gesorgt. Nach der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Christoph von den Driesch erwartete die Massen unter anderem peppige Musik von den „Rumtreibern“ aus Baesweiler sowie der bekannten Rockband „Fahrerflucht“.

Ein „Konkurrenzdenken“ der Organisatoren „oberhalb und unterhalb der Burgtreppe“ ist natürlich ausgeschlossen. Die verschiedenen Ebenen gaben dem Weihnachtsmarkt seine unvergleichliche Aura. Wer in die Stadt oder in den Burggarten wollte, gelangte unweigerlich irgendwann auch zum Burghof und umgekehrt. Eine geheimnisvolle wie prächtige Illumination der Innenstadt und der hoch gelegenen Burg ließ nicht nur die Kinderherzen höher schlagen. In Kooperation mit dem Gewerbeverein Herzogenrath hatte die Kommune die Straßen um die Burg herum ebenfalls in den Weihnachtsmarkt integriert. Ein verkaufsoffener Sonntag lockte zusätzliche Gäste in die Innenstadt und dementsprechend auch auf die Burg.

Am Ferdinand-Schmetz-Platz zeigte sich am Sonntag der Nikolaus auf der Hauptbühne. Neben dem gütigen Bischof zeigten sich unter anderem auch die Tanzgruppe der Ballettschule Judy Halatschev und die Bambinis des TSC Gold Aachen auf der Bühne. Lokalmatadorin Sarah Schiffer und das stadtbekannte Duo „Silvi und Ralf“ durften nicht fehlen. Bemerkenswert war der Zuspruch, den Burgweihnacht und Weihnachtsmarkt von Bewohnern anderer Kommunen erhielt. „Wir kommen seit Jahren nach Herzogenrath, für mich ist es der schönste der gesamten Region“, erzählte Simone Knobbeis aus Übach Palenberg.

Stefan Löbert aus Eschweiler fand großen Gefallen am Zelt der Limburger Ritterschaft: „In Kombination mit dem Burg-Ambiente ist das einfach ein unfassbar tolles Erlebnis. Nur mit dem Met muss man vorsichtig sein, weil er so lecker ist.“. Das „Moorwasser“ (Lakritzlikör) und „Der Schwarze Tod“ (Kaffeelikör) waren neben dem bereits erwähnten „Rotarier-Glühwein“ die Renner bei kühlen Temperaturen. Etwas verwundert zeigten sich einige Besucher ob der unterschiedlichen Öffnungszeiten von Burghof, -garten und Innenstadt. Eine bessere Absprache der Organisatoren wünsche man sich für das kommende Jahr.