Weihnachtsmarkt in Baesweiler

Lieber gemütlich statt schrill : Der Weihnachtsmarkt in Baesweiler

Zwei Weihnachtsmärkte gibt es in Baesweiler. Die Idee, die hinter ihnen steckt, ist gleich: Einstimmung auf ein nahendes besinnliches Weihnachtsfest. Beide haben noch bis Mittwoch geöffnet.

„Ooh, Mama! Guck mal, die Bärenbande!“ Zielstrebig steuern am Reyplatz zwei Kinder auf den Stand von Sylvia Graf und Hannah Graf-Schenk zu. Die selbst gefertigten süßen Bären haben schon einen gewissen Bekanntheitsgrad. Die beiden Frauen, Mutter und Tochter, machen „Duttis“. Oder auch, wie sie es selbst formulieren, „Handarbeit mit Liebe“.

Das ist sowohl auf dem Weihnachtsmarkt am Reyplatz wie auch auf dem zweiten Markt am Kirchplatz St. Petrus in schönster Form zu entdecken. Beide Märkte eröffneten am Donnerstag und ziehen die Besucher in eine schöne, vorweihnachtliche Atmosphäre hinein. Der Gewerbeverband Baesweiler zeichnet verantwortlich dafür. Und das seit 40 Jahren. 1978 öffnete das erste „Märktchen“ seitlich der Pfarrkirche St. Petrus – am Pfarrheim Im Sack – seine Pforten.

Die Ursprünglichkeit hat sich der Baesweiler Weihnachtsmarkt seit dieser Zeit erhalten. Keine Kirmes, vielmehr die Bedeutung die besinnliche Zeit des Jahres stand stets im Vordergrund. Ausgeweitet wurde der Markt vor drei Jahren auf den Markt am Reyplatz. Beide harmonieren insofern miteinander, dass die Besucher durchs „Dorf“ spazieren und zwischen den Märkten weitere Angebote finden. Denn Baesweilers Geschäfte hatten sich fein herausgeputzt und das Event „Weihnachtsmarkt“ zusätzlich aufgewertet. Während Handarbeit, Gaumenschmaus wie Glühwein, Glühbier oder Eierpunsch und die üblichen Angebote am Reyplatz zogen, sah es sich auch ähnlich am Kirchplatz an.

Hier hatte unter anderen der Kunsthandwerker Heinz Skulimma aus Aldenhoven und seine Angestellte Michaela Stollenwerk für schöne Weihnachts-Lampen verantwortlich gezeigt. Der „Clou“ an seinem Stand: Selbst Alemannia- Schalke- oder Dortmund Fans fanden ihre persönliche „Erleuchtung“.

Am Kirchplatz hieß es erneut, „klein aber fein“. An jedem Tag wurden Gewinner der großen Weihnachtsverlosung ermittelt. Oder das „normale W-Programm“ auf sich genommen. Backfisch, Glühwein, ein Bierchen bei Beata im „Alten Brauhaus“ gehören zum Pflichtprogramm. Von der Gemütlichkeit des feinen Marktes ließen sich auch Peter und Lippi Meißner gerne anstecken. Während es für die Enkelkinder Luis, Max und Ben die obligatorische Zuckerwatte gab, schlürften Oma und Opa gerne einen Glühwein. Und damit befanden sie sich in einem ganz großen Kreis. Der Markt an St. Petrus ist noch bis zum 19. Dezember geöffnet und am Reyplatz wird bis zum morgigen Sonntag noch geöffnet sein.

(mali)