Würselen: Wehr probt unter Atemschutz den Ernstfall

Würselen: Wehr probt unter Atemschutz den Ernstfall

Nach dem positiven Feedback in den vergangenen Jahren bot die Freiwillige Feuerwehr Würselen erneut eine besondere Ausbildung für die Atemschutzgeräteträger an: Der Sattelschlepper mit der mobilen Feuerlöschübungsanlage war an zwei Tagen auf der Feuerwache an der Industriestraße aufgebaut.

Mit 77 haupt- und ehrenamtlichen Würselener Wehrleuten konnte die Übungsbeteiligung an beiden Tagen sogar erneut gesteigert werden, bilanziert die Wehrführung. Unter ihnen waren mit Anni Huppertz und Sandra Nieradzik auch zwei Frauen.

Von einem Bedienstand aus konnten die Ausbilder der Würselener Wehr, Michael Pütz, Toni Graf, Wilfried Dümont, Ingo Wellschmidt und Thomas G. Sprank, die Anlage mit Hilfe eines Computers steuern und die Ausbildung überwachen. Es wurden verschiedene Brandszenarien wie Treppenbrand, brennende Propangasflasche oder Küchenbrand simuliert. Mittels Edelstahl-Attrappen waren dazu verschiedene Einrichtungsgegenstände in den Aufbau eingebaut worden und konnten mit flüssiggasbetriebenen Brennern „befeuert“ werden. Über Sensoren wurde das löschtaktische Vorgehen der Teilnehmer registriert.

„Nullsicht“ nachgestellt

Durch Verrauchen der gesamten Anlage wurden sehr realistische Einsatzsituationen bei „Nullsicht“ nachgestellt. Wichtig war für den Ausbildungsbeauftragten Michael Pütz besonders die einheitliche Ausbildung innerhalb der drei ehrenamtlichen Löschzüge und der hauptamtlichen Wache.

Um einen sicheren Übungsablauf zu gewährleisten, wurden verschiedenste Sicherheitseinrichtungen installiert. In der Anlage und an den Bedienelementen waren Notausschalter vorhanden, die jederzeit vom Ausbilder oder von den übenden Feuerwehrleuten ausgelöst werden konnten. Über diese Schalter hätte die Gaszufuhr automatisch gestoppt und über ein Belüftungssystem die gesamte Feuerlöschübungsanlage in kürzester Zeit entraucht werden können. Zusätzlich sorgten verschiedene Fluchtwege für maximale Sicherheit. Vorsorglich standen Rettungsassistenten mit einem aus dem Rathaus ausgeliehenen Defibrillator für eventuelle Notfälle zur Verfügung. Zu Beginn und Ende des Trainings wurde von allen Absolventen der Puls gemessen.

Doch nachdem die Atemschutzgeräteträger die Feuerlösch-übungsanlage „gemeistert“ hatten, war noch lange nicht Schluss. Es folgten ein sportlicher Teil und eine Auswertung des einsatztaktischen Vorgehens. In einer theoretischen Schulung frischte Harald Nellen das Wissen im Bereich Atemschutz auf.

„Hervorragende Beteiligung“

„Durch die hervorragende Beteiligung an dieser Fortbildung konnte ein Großteil unserer Atemschutzgeräteträger die vorgeschriebene jährliche Belastungsübung absolvieren“, resümierte Vize-Wehrleiter Ralf Jüsgens zufrieden und hob die hohe Fitness aller hervor.

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