Herzogenrath/Kerkrade: Wandernd die Landesgrenzen „relativiert”

Herzogenrath/Kerkrade: Wandernd die Landesgrenzen „relativiert”

„Die Krönung einer jahrelangen ehrenamtlichen Arbeit” - diese Beschreibung passt nicht nur im übertragenen Sinn auf die offizielle Eröffnung des Herzog-Limburg-Pfads.

Schließlich schmückt die markante Säule, die anlässlich der Feierlichkeiten vor dem Kloster Rolduc enthüllt wurde, eine große Krone aus Bronze. Diese und eine weitere Säule im belgischen Städtchen Limbourg-sur-Vesdre markieren den Anfangs- und Schlusspunkt des kulturhistorischen Wanderwegs. Die Brüder Jan und Jos Ruijters durften das neue Wahrzeichen der Öffentlichkeit erstmalig präsentieren, schließlich haben sie gemeinsam mit der Catharinengilde Kerkrade die Wanderung auf den Spuren der limburgischen Herzöge entwickelt.

Auf knapp 140 Kilometer führt der Fernwanderweg von der ehemaligen herzoglichen Residenz Limbourg-sur-Vesdre in Belgien, über die Burg Rode in Herzogenrath bis zum Kloster Rolduc in Kerkrade, und von dort aus durch das Hügelland von der niederländischen Provinz Süd-Limburg über Val-Dieu zurück nach Limbourg. Entlang der Strecke liegen unzählige historische Gebäude und Denkmäler, Straßenbezeichnungen und Stadtnamen, die an die Zeit des Herzogtums Limburg erinnern.

In einem Wanderbuch hat die Catharinengilde die Beschreibungen von fünf Etappen des Herzog-Limburg-Pfads, zusätzliche Spaziergänge und viele kulturhistorische Hintergrundinformationen gesammelt. Das Buch ist ab jetzt in niederländischen Buchhandlungen und ab Oktober auch in deutscher Übersetzung im Handel erhältlich.

Ein erstes Exemplar erhielt Léon Frissen, Kommissar der niederländischen Königin der Provinz Limburg und Vorsitzender der Stichting Euregio Maas-Rhein, bei seinem Besuch anlässlich der Eröffnung des Wanderweges. „Der Herzog-Limburg-Pfad relativiert die Landesgrenzen von Deutschland, den Niederlanden und Belgien”, betonte Kommissar Frissen die Bedeutung des Weges für die drei Nachbarländer.

Dass die Wanderung auf den Spuren der grenzüberschreitenden Geschichte nicht nur historisch interessant, sondern auch landschaftlich sehr reizvoll ist, konnten die Teilnehmer an der Etappenwanderung schon vor der offiziellen Eröffnung erfahren. Seit dem 20. Mai waren die Wanderer an fünf Tagen unterwegs, um die einzelnen Etappen erstmals zu begehen.

Am Tag der Eröffnung führte die letzte Etappe führte von der Alten Mühle in Würselen durch das Wurmtal nach Herzogenrath, wo Bürgermeister Christoph von den Driesch die Wanderer, unter ihnen auch seinen Würselener Amtskollegen Werner Breuer, auf der Burg Rode begrüßte und sie auf der letzten Strecke bis Kloster Rolduc begleitete. Außerdem konnte sich Christoph von den Driesch als letzter Bürgermeister, stellvertretend für seine Stadt, mit einer Plakette auf dem Wanderstock verewigen, der auf allen fünf Etappen von Stadt zu Stadt getragen worden war.

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