Nordkreis: Vorschläge für die Kommunalwahl im Nordkreis

Nordkreis: Vorschläge für die Kommunalwahl im Nordkreis

Überraschungen hat es bis zum Meldeschluss am Montagabend, 18 Uhr, keine mehr gegeben.

Und Veränderungen gegenüber 2004 sind auch kaum zu verzeichnen: Im Nordkreis treten nur in drei Städten neue Parteien an - „Die Linke” in Herzogenrath und Alsdorf sowie die Freie Wählergemeinschaft (FWB) in Baesweiler. Politische Newcomer müssen unter anderem fünf Unterstützungsunterschriften pro Direktwahlbezirk nachweisen.

Würselen

Alles beim Alten, zumindest was die Auswahl der Parteien angeht, bleibt in Würselen, dessen Stadtrat 44 Sitze plus Bürgermeister zählt. Dort gehen fünf Parteien und fünf Bürgermeisterkandidaten in 22 Wahlbezirken ins Rennen um die Wählergunst: Karl-Jürgen Schmitz (CDU), Arno Nelles (SPD), Horst Kahlen (UWG), Hans Carduck (FDP) und Renate Knauf (Grüne).

Knapp 30.000 der rund 38.000 Einwohner sind wahlberechtigt. Vor fünf Jahren waren es genau 28.553 Wahlberechtigte und 17.248 Wähler (60,4 Prozent) gewesen. Die CDU erzielte damals 38,32 Prozent, die SPD 32,07 Prozent, die UWG 16,11 Prozent, die FDP 6,8 Prozent und die Grünen 6,68 Prozent.

Der Würselener Wahlausschuss (öffentlich) tagt am Donnerstag, 16. Juli, 17.30 Uhr im Ratssaal am Morlaixplatz.

Baesweiler

Erstmals mit einer Freien Wählergemeinschaft geht Baesweiler am 30. August in die Kommunalwahlen. Die neue FWB tritt in allen der 19 Wahlbezirke an. 20.089 von 27.850 Einwohnern sind wahlberechtigt. 2004 hatte die Wahlbeteiligung 62,59b Prozent betragen. 38 Ratssitze plus Bürgermeistersessel sind zu besetzen, um letzteren bewerben sich wieder dieselben Kandidaten wie vor fünf Jahren: Amtsinhaber Dr. Willi Linkens (CDU) erzielte damals 89,03 Prozent der gültigen Wählerstimmen, Bernd Pehle (SPD) 8,37 Prozent und Rolf Beckers (Grüne) 2,61 Prozent. FDP und FWB haben keine eigenen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt.

Die CDU in Baesweiler erreichte in 2004 73,08 Prozent, die SPD 18,28 Prozent, die Grünen 4,9 Prozent und die FDP 3,73 Prozent.

Der Wahlausschuss in Baesweiler tagt am Dienstag, 21. Juli, 18 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses Baesweiler, Mariastraße.

Alsdorf

In Relation zu den anderen Städten im Nordkreis treten in Alsdorf regelrecht „viele” Parteien an. Dennoch ist jetzt schon pro forma klar, dass der Bürgermeister entweder von der SPD oder der CDU gestellt wird, es gibt nämlich nur zwei Kandidaten für den Chefsessel im Rathaus: Alfred Sonders für die Sozialdemokraten und Bernd Kirfel für die Union, beide sind übrigens gebürtige Bardenberger.

Sitze im 38 Mandate umfassenden Stadtrat erringen wollen überdies die CDU, die 2004 35,66 Prozent der gültigen Wählerstimmen auf sich vereinigte, sowie die SPD (34,89 Prozent in 2004), die FWA (8,44 Prozent), die Grünen (7,73 Prozent), die FDP (5,04 Prozent), REP (8,23 Prozent) sowie „Die Linke”, die erstmals antritt. 35.857 der 45.978 Einwohner sind wahlberechtigt und können in 19 Wahlbezirken ihre Stimmzettel abgeben. 19.118 (54,16 Prozent) von 35.299 Wahlberechtigten sind 2004 zur Wahlurne gegangen. Der Wahlausschuss in Alsdorf tagt am Mittwoch, 15. Juli, 17 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses an der Hubertusstraße.

Herzogenrath

Die Partei „Die Linke” tritt erstmals auch in Herzogenrath an - neben SPD, CDU, FDP und Grünen.

Wegen des aus gesundheitlichen Gründen vorzeitigen Ruhestands von Alt-Bürgermeister Gerd Zimmermann mussten in der Rodastadt die Bürgermeisterwahlen vorgezogen werden. Christoph von den Driesch wurde daher schon am 24. Februar 2008 gewählt.

In Herzogenrath geht es am 30. August also „nur” noch um die Zusammensetzung des neuen Kommunalparlaments, das aus 44 Mandaten besteht. 37.952 der insgesamt 47.333 Einwohner sind in 22 Wahlbezirken stimmberechtigt. 2004 waren 20.869 Wähler verzeichnet worden, was eine Wahlbeteiligung von 56,8 Prozent ausmachte. Die CDU kam damals auf 43,4 Prozent, die SPD auf 39,5 Prozent, die Grünen auf 10,1 Prozent und die FDP auf 7,0 Prozent. In Herzogenrath tagt der Wahlausschuss wie in Baesweiler am Dienstag, 21. Juli, um 18 Uhr, und zwar im großen Sitzungssaal des Rathauses am Rathausplatz 1.

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