Alsdorf: Vorfreude auf die Reise in die Türkei steigt

Alsdorf: Vorfreude auf die Reise in die Türkei steigt

Noch ist das meiste eher graue Theorie. Seit gut einem Jahr pflegt die Alsdorfer Gesamtschule im Rahmen des europäischen Comenius-Projektes eine Partnerschaft mit der türkischen Schule Anadolu Lisesi in Dalaman. Abseits von Briefen und E-Mails haben sich die Jugendlichen noch nicht kennengelernt. Doch das wird bald soweit sein.

Im Juni werden erstmals 30 Schüler aus Alsdorf in die Türkei reisen. Und die Freude auf diesen Besuch ist jüngst noch ein gutes Stück größer geworden.

Eine kleine Delegation aus der Türkei war in den vergangenen fünf Tagen nämlich zu Gast in Alsdorf. Mehmet Sarica, Leiter der Schule Anadolu Lisesi, der dortige Projektkoordinator Hakan Uysal und Lehrerin Yesim Karagöz haben viel über das Leben in der Türkei und den Unterricht an der Schule erzählt.

Neben Besuchen in Köln und Aachen standen viele Gespräche mit den Schülern auf dem Programm. Zeit für einen Besuch im Rathaus blieb ebenfalls. Dort lobte Bürgermeister Alfred Sonders das Engagement der Gesamtschule in dem EU-Projekt. „Solche Begegnungen sind auch ganz wichtig, um Vorurteile abzubauen.”

Sich einander annähern - darum geht es bei dem Projekt (siehe Infobox). Bei einer Art Casting wurden an der Gesamtschule Schüler für die Comenius-Gruppe ausgewählt, erzählt Schülersprecher Fares Al-Ghabra. Der 16-Jährige ist einer von 30, die unter gut 150 Bewerbern zum Zug kamen.

„Wir mussten schulisches und außerschulisches Engagement beweisen und zeigen, dass uns Europa am Herzen liegt.” In den vergangenen Monaten haben sich die Alsdorfer Schüler - übrigens eine bunt gemischte Gruppe aus Teilnehmern mit vielen kulturellen Hintergründen - intensiv mit den Themen Kultur und Vorurteilen beschäftigt. Auch ein türkisches Sprachtraining gehörte zum Pensum. Bald soll die Praxis folgen. Vom 2. bis 13 Juni werden die Alsdorfer in Dalaman sein und mit ihren Altersgenossen viele Gespräche führen, sich austauschen. Und sich einfach begegnen - von Mensch zu Mensch.