Wahl des Städteregionsrats: Vorbereitungen laufen fast überall geschmeidig

Wahl des Städteregionsrats : Vorbereitungen laufen fast überall geschmeidig

Die Vorbereitungen zur Wahl des Städteregionsrats laufen überall. Nicht nur die Wahlplakate, die das Straßenbild zieren, weisen auf das Ereignis am 4. November hin. Auch die Wahlbenachrichtigungen sind schon in die Briefkästen des Nordkreises geflattert.

Zu einem großen Teil zumindest, aber längst nicht alle Bürger sind aktuell schon versorgt.

Wie wir am Mittwoch bereits meldeten, hat die Post einige Stadtteile Würselens noch nicht erreicht. Es hängt, so die Auskunft von Bernd Schaffrath aus dem Presseamt, an der Deutschen Post. Sie habe die Sendungen in der vergangenen Woche erhalten, aus großen Teilen Broichweidens, Morsbachs oder dem Zentrum Würselens jedoch sei die Rückmeldung gekommen, dass bisher keine Benachrichtigungen eingangen sind. „Das ist für uns als Wahlamt ein dickes Problem", sagt Schaffrath und fügt hinzu: „Wir haben die Wähler hier stehen und sind in Erklärungsnot." Die zeitlich versetzt ausgetragenen Wahlbenachrichtungen sprächen sich herum. „Herr Maier darf ab sofort wählen, aber Frau Müller von nebenan hat noch keine Benachrichtigung." Sie erkundige sich dann im Amt. In der Vergangenheit habe es mit dem Unternehmen immer gut funktioniert, deshalb habe man sich auch in diesem Jahr für eine Zusammenarbeit entschieden. Andere Städte in der Städteregion sind ebenfalls noch nicht komplett mit Wahlbenachrichtigungen versorgt, Aachen etwa. In Alsdorf sind sie „zum großen Teil raus", hieß es aus dem Rathaus.

Die Pressestelle der Deutschen Post in Düsseldorf erklärt auf Nachfrage, dass die Bearbeitung der Sendungen auf Hochtouren laufe, im Briefzentrum Aachen, über das die Verteilung läuft, allerdings große Mengen aufliefen, die ein Dienstleister anliefere. Am Montag seien etliche Paletten gekommen, am Dienstag noch einmal zwischen 30.000 und 50.000 Sendungen, die erst verteilt werden können, wenn man sie habe. Die Vorgabe laute, bis kommenden Samstag alle Wahlbenachrichtigungen zugestellt zu haben.

Noch hat nicht jeder eine im Briefkasten gehabt: die Wahlbenachrichtigung, hier ein Beispiel aus Alsdorf. Foto: Stefan Schaum

Von insgesamt 440.500 Wahlberechtigten wohnen 37.659 in Herzogenrath, 35.902 in Alsdorf, 31.089 in Würselen, 20.732 in Baesweiler. Und generelles Interesse an der Wahl ist bei ihnen offenbar vorhanden, geht man von den bislang eingereichten Anträgen auf Briefwahl aus. „Enorm viele" seien es mit 911 bislang in Baesweiler, erklärte Pressesprecherin Birgit Kremer-Hodok. In Herzogenrath sind bereits 1832 Briefwähler angemeldet, in Alsdorf 1100 Briefwahlscheine fertiggemacht worden. Das sei zu diesem Zeitpunkt eine beachtliche Zahl, erklärte Stefan Schaum, Mitarbeiter der Pressestelle.

Bei der vergangenen Wahl zum Städteregionsrat war die Wahlbeteiligung eher verhalten. Während die Zahlen beim ersten Wahlgang noch verhältnismäßig hoch waren – wohl, weil kombiniert auch Kommunal- und Europawahl auf dem Zettel standen –, fiel die Beteiligung bei der anschließend nötigen Stichwahl drastisch ab. In Alsdorf hatten sich im ersten Wahlgang 48,25 Prozent aller Wahlberechtigten beteiligt, im zweiten bloß noch 18,98 Prozent, in Baesweiler waren es 49,9 Prozent im ersten und 24,17 im zweiten Wahlgang, in Würselen 53,54 und anschließend 24,63 Prozent und in Herzogenrath 47,36 im ersten und 22,23 Prozent im zweiten Wahlgang. Die Wahlbeteiligung bei der vergangenen Stichwahl im Jahr 2014, bei der sich Helmut Etschenberg (CDU) mit 52,2 Prozent nur knapp gegen seine Konkurrentin Christiane Karl (SPD) durchsetzte, lag insgesamt bei mageren 22,22 Prozent.

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