Alsdorf: Verwaltung will Sonnenenergie für guten Zweck nutzen

Alsdorf: Verwaltung will Sonnenenergie für guten Zweck nutzen

Zustimmung im Rat fand Bürgermeister Alfred Sonders bei der Vorstellung eines Projekts, das die Stadt Alsdorf initiieren will. Dabei soll Photovoltaik „sinnvoll und wirtschaftlich” genutzt werden, um die präventive Jugendarbeit auf eine langfristig sichere Finanzbasis zu stellen.

Die Idee dabei ist, dass Stadt, Privateigentümer oder Unternehmen dem Jugendhilfeverein „Vor Ort” zur Errichtung von Photovoltaikanlagen Dachflächen zur Verfügung stellen. Der Jugendhilfeverein akquiriert Investoren - Energieversorger oder auch Privatleute -, die auf den bereitgestellten Dächern Photovoltaikanlagen errichten. „Vor Ort” erhält aus dem Ertrag, der aus dem Betrieb der Anlage entsteht, einen auszuhandelnden und vertraglich zu fixierenden Betrag, um seine Arbeit auf eine langfristige, sichere Finanzbasis in fester Größenordnung zu stellen. „Vor Ort” verpflichtet sich gegenüber der Stadt, die aus städtischen Dächern erhaltenen Mittel ausschließlich für Alsdorfer Projekte zu verwenden, die seiner Satzung entsprechen.

„Damit könnten wir trotz schwieriger Haushaltssituation einen enormen Beitrag für die wertvolle präventive Jugendarbeit leisten”, ist Alfred Sonders begeistert von der Idee, die ihm vom Alsdorfer Solarberater Hans-Willi Grümmer angetragen wurde.

Bedenken, die vom Fraktionsvorsitzenden Bernd Mortimer angeführt wurden, etwa die Stadthalle könne durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach deutlich an Attraktiviät einbüßen, räumt Alfred Sonders mit Nachdruck aus: „Dass die Stadthalle zu diesem Zweck zur verfügung stehen könnte, ist gar nicht angedacht. Es geht am ganz andere städtische Einrichtungen, die sich anbieten würden.”

Auch dass die durch das Projekt generierten Einnahmen in den städtischen Haushalt einfließen müssten, wie Bernd Mortimer anmahnt, sei nicht richtig: „Ein städtisches Dach würde lediglich „Vor Ort” zur Verfügung gestellt, etwa verpachtet für einen symbolischen Euro. Die Stadt tritt ja nicht als Investor auf, was aufgrund des ausgereizten Investitionshaushaltes gar nicht in frage kommt”, zeigt sich Alfred Sonders über den Einwand des ABU-Vorsitzenden verwundert.

Mehr von Aachener Nachrichten