„Bloß keine Polizei!“: Verletzter Fahrradfahrer flüchtet nach Unfall

„Bloß keine Polizei!“ : Verletzter Fahrradfahrer flüchtet nach Unfall

Mit blutender Kopfwunde zu Fuß geflüchtet: Nach einem Zusammenstoß mit einem Auto am Dienstagabend ist ein verletzter Fahrradfahrer vom Unfallort geflohen. Bis in den späten Abend suchten ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera und eine Suchhundstaffel vergeblich nach ihm.

Der Unfall ereignete sich gegen 19.20 Uhr in Herzogenrath-Merkstein, als der Fahrradfahrer plötzlich den Radweg auf der Geilenkirchener Straße verließ und - ohne auf den Autoverkehr zu achten - die Straße überquerte.
Ein 58-jähriger Autofahrer aus Übach-Palenberg hatte noch vergeblich mit einer Vollbremsung versucht, den Unfall zu vermeiden. Der Radfahrer wurde jedoch von seinem Auto erfasst und zu Boden geschleudert.

Als der Autofahrer sich um den am Kopf blutenden Mann kümmern wollte, sagte dieser: „Bloß keine Polizei, einen Rettungswagen brauche ich nicht!“ Anschließend flüchtete er zu Fuß über das angrenzende Feld in Richtung Alsdorf.

Während der Unfallaufnahme und der Suche nach dem Mann war die Geilenkirchener Straße nahe dem Ortsausgang Merkstein komplett gesperrt. Die Polizei sicherte am Unfallort Blutspuren des Verletzten. Das Fahrrad wurde ebenfalls sichergestellt.

Der verletzte Fahrradfahrer soll etwa 45 Jahre alt sein. Er hatte braune Haare und einen Dreitagebart. Zum Unfallzeitpunkt trug er einen Camouflage-Parka. Über die Gründe, warum der Mann flüchtete, gibt es bislang keinerlei Erkenntnisse.

Hinweise nimmt die Polizei in Aachen unter 0241/957742101 oder 0241/95770 (außerhalb der Bürozeiten) entgegen.

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