Würselen: Verkehrsplanung: Anwohner des Klinikums sind gefragt

Würselen : Verkehrsplanung: Anwohner des Klinikums sind gefragt

Die Bürgerinformationsversammlung zum Thema „Verkehrsuntersuchung Mauerfeldchen im Zusammenhang mit der Erweiterung des Rhein-Maas-Klinikums“ am Standort Marienhöhe dürfte auf großes Interesse von Anwohnern treffen. Die Versammlung beginnt am Mittwoch, 4. Juli, um 20 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses auf dem Morlaixplatz.

Das teilte Manfred Schmitz-Gehrmann, Fachdienstleiter für Stadtplanung, Umwelt und Wohnen in der Würselener Verwaltung, auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Die Kreuzung Am alten Kaninsberg/Oppener Straße/Mauerfeldchen nebst Ampelanlage (l.) soll durch einen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von rund 20 Metern ersetzt werden, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Am Standort Marienhöhe des Rhein-Maas-Klinikums Würselen soll ein Parkhaus mit knapp 579 Stellplätzen errichtet werden. Foto: Karl Stüber

Dabei werde ein Gutachter des Ingenieurbüros Igepa Auskunft über die Inhalte der Verkehrsuntersuchung und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen geben. Auch das Rhein-Maas-Klinikum (RMK) ist eingeladen, seine Pläne zum Bau eines Parkhauses auf dem Areal des derzeitigen Zentralparkplatzes gegenüber dem Haupteingang vorzustellen.

Nicht allen Vorschlägen folgen

Im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss sagte Schmitz-Gehrmann, dass nach einem ersten der Stadtverwaltung vorliegenden Plan des RMK das Parkhaus auf drei „versetzten“ Ebenen Platz für 579 Fahrzeuge biete. Hinzu kämen im Außenbereich weitere 74 Stellplätze. Die derzeit existierende Zufahrt zum Parkplatz werde begradigt. Das RMK wolle wohl auch Anwohnern gegen Entgelt Dauerparkplätze bereitstellen.

Bei den Untersuchungen zum Verkehrsgutachten im Kernbereich Mauerfeldchen habe der Planer sein Augenmerk auf insgesamt zwölf Parkbereiche gelegt und dort die Stellplatzbelegungen stundenweise zwischen 9 und 12 sowie zwischen 14 und 17 Uhr erhoben.

Eine Erfassung des Anwohnerparkens vor und nach diesen Zeiten sei nicht erfolgt. Auf Nachfrage, warum Straßen im weiteren Umfeld, die aber ebenfalls vom Parkdruck betroffenen seien, nicht mit berücksichtigt wurden, sagte Schmitz-Gehrmann, dass der Untersuchungsbereich aus Kostengründen nur begrenzt gewesen sei.

Ergebnis sei, dass auch bei Wegnahme einiger weniger Stellplätze, um mehr Verkehrsfläche im Begegnungsverkehr etwa mit Bussen zu schaffen, die Parkplatzauslastung bei 80 bis 90 Prozent liegen würde, also noch Luft sei. Nicht allen Vorschlägen des Gutachters würden die Verwaltung folgen wollen.

Das gelte zum Beispiel für die Idee, an der Ringstraße teilweise Parken nur noch auf einer Seite zu erlauben. Besser sei es, das Parken halbseitig auf Gehwegen durch Aufbringen von Markierungen besser zu ordnen. Die Gehwege würden dafür breit genug bleiben.

Konstruktive Kritik erbeten

Die Stadt Würselen verspreche sich von der Bürgerinformationsversammlung konstruktive Kritik und Hinweise.

Zur Verbesserung des „ruhenden Verkehrs“ rund ums RMK schlägt der Gutachter unter anderem vor: Erweiterung der blauen Zone auf ganz Mauerfeldchen (werktags 7 bis 19 Uhr: Parkscheibe maximal zwei Stunden, Anwohner frei, die zurzeit die Ringstraße und das Mauerfeldchen zwischen Ring- und Sauerbruchstraße umfasst; zusätzliches Halteverbot gegenüber der geplanten Einfahrt der neuen Rettungswache (zwei Stellplätze fallen weg); zusätzliches Halteverbot gegenüber der geplanten neuen Einfahrt zum RMK (vier Stellplätze weniger); zusätzliches Halteverbot an der Einmündung Mauerfeldchen/Ringstraße (sieben Stellplätze weniger); Verlegung der Taxiplätze vor den Eingang des RMK anstelle dessen vier neue Parkplätze; zusätzliches Halteverbot in der Ringstraße zwischen Mauerfeldchen und Semmelweißstraße (19 Stellplätze weniger); Neuordnung des Straßenquerschnitts zwischen Oppener Straße und Mauerfeldchen.

Zur Verbesserung des fließenden Verkehrs wird empfohlen, den „Knoten“ Mauerfeldchen/Oppener Straße/Am Alten Kaninsberg, der derzeit per Ampelanlage gesteuert wird, in einen Kreisverkehr umzugestalten.