Kommentar zum Sportzentrums-Projekt: Verkehrskonzept unerwähnt

Kommentar zum Sportzentrums-Projekt : Verkehrskonzept unerwähnt

Ob die Euregiobahn zwischen Merzbrück, Würselen-Mitte und Aachen rollt, ist nicht gesetzt, wäre aber für die Düvelstadt nur zu begrüßen. Dafür sind Flächen reserviert, so am Freizeitbad Aquana. Dass dabei das neue Sportzentrum in eine verbleibende Lücke passt, ist geradezu ideal.

Neben der Verkehrsanbindung Straße könnten beide regional bedeutenden Anlagen von der Schienenanbindung profitieren. Selbst Großveranstaltungen — etwa Triathlon — ließen sich dort organisieren.

Wer hätte gedacht, dass die Bahn, die in den 70er Jahren zugunsten des Individualverkehrs fast flächendeckend demontiert wurde, landauf landab ein derartiges Comeback feiert. Dank Klima- und Umweltschutz und speziell mit Blick auf die Energiewende macht das Sinn.

Aber umgekehrt dürfen die Auswirkungen des Sportzentrums auf den Straßenverkehr nicht außer Acht bleiben. Zum nahen Euregiokolleg wird sich bald die neue Gesamtschule gesellen. Das Aquana sucht sich als Spaß-, ja Eventbad zu profitieren und zu etablieren und hätte mehr Besucher auch aus Würselen selbst verdient.

Das Sportzentrum mit seinen Fußballplätzen und der schmucken Leichtathletikanlage wird garantiert Fans zu Veranstaltungen anziehen. Schade, dass in der Bürgerversammlung zum Verkehrskonzept nichts zu hören war, obwohl ein Gutachter teilnahm, der aber nur auf Nachfragen antworten sollte — die nicht kamen.