Vorschläge von Bürgern: Verkehr am Rhein-Maas Klinikum soll besser laufen

Vorschläge von Bürgern : Verkehr am Rhein-Maas Klinikum soll besser laufen

Der Stadtentwicklungsausschuss Würselen hat nach intensiver Diskussion der Verkehrsuntersuchung zum Bereich Mauerfeldchen am Rhein-Maas Klinikum in Würselen-Mitte (RMK) und Anregungen aus der Bürgerbeteiligung Maßnahmen beschlossen, um den Verkehrsfluss zu verbessern.

In einer Anwohnerversammlung waren das Gutachten und die weiteren Ausbaupläne des RMK intensiv diskutiert worden und Vorschläge aus Reihen der Bürgerschaft vorgetragen worden.

Der Fachausschuss beauftragte die Stadtverwaltung, einige Punkte kurzfristig umzusetzen. So soll die blaue Zone erweitert werden. Hier gilt werktags von 7 bis 19 Uhr mit Parkscheibe maximal zwei Stunden freies Parken. Nun soll dieser Geltungsbereich auf das ganze Mauerfeldchen ausgedehnt werden, wobei laut Empfehlung der Verwaltung Sauerbruch-, Virchow-, Kneippstraße und der erste Abschnitt der Straße An der Marienhöhe einbezogen werden.

Vier Stellplätze entfallen durch zusätzliches Halteverbot im Mauerfeldchen zwischen Oppener Straße und An der Marienhöhe, um den Begegnungsverkehr von Bussen zu entschärfen. Vier weitere fallen durch Halteverbot gegenüber der vom RMK geplanten neuen Einfahrt weg, da heute schon das Ein- und Ausfahren zum und vom Klinikgelände problematisch ist.

Tempo 30 beachten

Sieben Stellplätze werden durch Halteverbot an der Einmündung Mauerfeldchen/Ringstraße gestrichen, um das Abbiegen von Gelenkbussen zu erleichtern. Außerdem werden Tempo-30-Markierungen auf der Fahrbahn im Mauerfeldchen aufgebracht und Geschwindigkeitskontrollen vorgenommen. Des weiteren sollen mit Baubeginn der neuen Rettungswache gegenüber der hierfür vorgesehenen Einfahrt zwei Parkplätze wegfallen.

Zudem nimmt dort mit diesem Neubau der „Boulevard mit Ärztehäusern“ bereits jetzt Konturen an. Foto: Vollert/RMK

Die Einrichtung eines Zebrastreifens „an geeigneter Stelle im Mauerfeldchen“ wird befürwortet, wenn die „Fußgängerfrequenzen“ dafür ausreichen. Hierzu werden erst einmal Zählungen stattfinden. Gegebenenfalls soll der Zebrastreifen zwischen Sauerbruchstraße und RMK-Zufahrt angelegt werden. Da dieser vom geplanten Parkhausneubau abhängt, muss dies noch mit dem RMK abgestimmt werden.

In der Fragestunde zu Anfang der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses hatte eine Anwohnerin gefragt, wie es um den in der Bürgerversammlung von RMK-Geschäftsführer René A. Bostelaar angesprochenen „Boulevard mit Ärztehäusern“ stehe. Wie es in der Bürgerversammlung protokolliert wurde, sei beabsichtigt, Flächen entlang der Straße Mauerfeldchen zu veräußern.

Erster und Technischer Beigeordneter Till von Hoegen antwortete, dass hier bei Bauantrag geprüft werden müsse, ob das verkehrlich überhaupt geht. Auf Nachfrage unserer Zeitung ergänzte er, „dass jetzt schon die Kapazitäten am Mauerfeldchen nahezu erschöpft sind“. Ein Bauantrag für das auf dem Gelände des Krankenhauses geplante Parkhaus mit 579 Stellplätzen sei nach seinem Wissen noch nicht eingegangen.

Alle Akut-Kliniken des Rhein-Maas Klinikums sind nun unter einem Dach am Standort Marienhöhe, Mauerfeldchen 25, in Würselen vereint, teilt das RMK mit. Somit gibt es in Bardenberg keine akutmedizinische Versorgung mehr, betonte nochmals das Würselener Krankenhaus. Dort habe man die Befürchtung, dass es trotz aller Informationen auch durch unsere Zeitung doch noch Patienten gibt, die in Bardenberg medizinische (Notfall-)Hilfe suchen könnten. Im übrigen ist ebenso die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung längst nach Marienhöhe umgezogen.

Am Dienstag vergangener Woche hatten die ersten Material-Umzüge für die beiden noch zuletzt in Bardenberg verbliebenen RMK-Kliniken begonnen. Anschließend wurden etwa 50 Patienten der Lungenklinik mit Weaningstation (Beatmungsentwöhnungsstation) und der Klinik für Urologie und Kinderurologie verlegt. In den letzten Monaten wurde im Vorfeld am Mauerfeldchen vieles vorbereitet und saniert. Ende September werden auch die Verwaltung und Geschäftsführung des Klinikums ans Mauerfeldchen ziehen.

„Das traditionsreiche Haus in Bardenberg mit über 150-jähriger Geschichte wird dann einem neuen Zweck zugeführt“, hieß es seitens des RMK. Eine große Rehaklinik soll nun dort etabliert werden. Daran arbeitet die Schwertbadklinik Aachen bzw. deren Eigentümer, die Inoges AG, die das Areal übernommen hat.

Darüber hinaus ist die Errichtung eines Neubaus für die im Mai gegründete Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit GmbH (BZPG) geplant, der 2020 bezugsfertig sein soll.