Nordkreis: VabW-Fortbestand gesichert

Nordkreis: VabW-Fortbestand gesichert

Strahlende Gesichter in Alsdorf sind derzeit die Ausnahme. Am Donnerstag war es dann aber doch noch einmal für einen kurzen Moment der Fall, als Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der Vorsitzende des Vereins für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW), Hans Vorpeil, Geschäftsführer Klaus Spille und Städteregions-Dezernent Gregor Jansen den Vertrag unterzeichneten, der den finanziellen Fortbestand des Vereins für die kommenden fünf Jahre sicherstellen wird.

Zur Erinnerung: Die Stadt Eschweiler hatte im vergangenen Jahr angedroht, den VabW zu verlassen, was zur Folge gehabt hätte, dass dessen Finanzierung alleine auf den schwachen Schultern der Städte Alsdorf und Würselen hätte ruhen müssen. Die Indestädter hatten mangelnde Solidarität der sich nicht an der Finanzierung des VabW beteiligenden Kommunen der Städteregion beklagt. Als Nutznießer schickten sie aber ihre Jugendlichen nach Alsdorf, um die Angebote des VabW wahrzunehmen, hieß es aus Eschweiler.

Das hatte seinerzeit Hans Vorpeil, Gründer des VabW, auf den Plan gerufen, der in einem glühenden Appell an die Städteregion und die Kommunen eben solche Solidarität bei der Finanzierung der Einrichtung, die „jungen Menschen eine Perspektive bietet, die er nicht im ersten Anlauf schaffen, in der Gesellschaft zurecht zukommen“, einforderte.

Darf nicht so enden

„Als ich damit konfrontiert wurde, dass die Solidarität in der Städteregion in Frage gestellt wurde, war mir klar, dass das so nicht enden darf“, sagte Helmut Etschenberg in der kleinen Feierstunde, in der Vertrag zwischen der Städteregion und dem VabW unterzeichnet wurde und der nun alle Kommunen mit ins Finanzierungsboot holt. „Wir haben eine Verantwortung für junge Menschen, die es nicht auf Anhieb schaffen. und der VabW leistet einen großen Beitrag.“ Die Einrichtung trage dazu bei, dass aus potenziellen Leistungsempfängern Leistungserbringer würden. Immerhin: In 2013 nahmen insgesamt 2340 junge Menschen aus allen Städten und Gemeinden der Städteregion und den Nachbarregionen die Angebote wahr.

Wie wichtig das sei machte er anhand von einer imposanten Zahl deutlich: „Wir geben jährlich über 300 Millionen Euro für Sozialleitungen aus.“ Private Anbieter, die sich aus kommerziellen um die Weiter- und Fortbildung um die jungen Menschen „kümmerten“ kritisierte Etschenberg scharf: „Häufig haben diese nicht die qualifiziertesten Mitarbeiter, arbeiten nur Programmpunkte ab und sind nicht an Nachhaltigkeit interessiert.“

Vorsitzender Hans Vorpeil freute sich über den einstimmigen „Solidaritätsbeschluss“ innerhalb der Städteregion: „Das ist ein denkwürdiger und historischer Tag, der ein Signal an den VabW ist: Du wirst gebraucht.“ Der unterzeichnete Vertrag sichere den VabW als „Instrument für alle Kommunen“.

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