Alsdorf: Unbekannte treiben ihr Unwesen an der Burg

Alsdorf: Unbekannte treiben ihr Unwesen an der Burg

Mal haben Unbekannte aus den Absperrungen eine Art Labyrinth gebaut, mal wurden diese großen Teile quer über die Gräben gelegt oder einfach dort hineingeworfen. Seit vor gut drei Wochen im Zuge des Umbaus der Alsdorfer Burg die Erdarbeiten begonnen haben, sind grober Unfug und mutwillige Sachbeschädigung dort an der Tagesordnung.

„Es gab eigentlich keine Morgen, an dem Arbeiter nicht irgendeinen Schaden gefunden haben”, beklagt Architektin Kerstin Hohmann, die zuständige Projektleiterin des Umbaus. Mit dicken Pflastersteinen wurden teilweise die frei liegenden Leitungen zertrümmert, andernorts wurden Sitzbänke mitsamt ihrer Verankerung umgekippt. Der finanzielle Schaden bisher: rund 2500 Euro. Hinweise auf die Täter gibt es bislang nicht. Eventuell waren es Jugendliche.

Daher hofft Kerstin Hohmann, dass mit dem Ende der Osterferien die nächtliche Zerstörungswut abklingt. Darauf warten will sie aber nicht. Sie hat bereits Anzeige erstattet, die Polizei will ein besonders wachsames Auge auf das Burggelände haben. Zudem will die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft (GSG) auf 400-Euro-Basis eine Kraft einstellen, die nachts auf dem Gelände präsent ist. Zumindest für einen Monat, so lange werden die Arbeiten im Erdreich andauern.

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