Nordkreis: Umgestaltung der Luisenpassage: Bringt „ABBBA“ es zum Hit?

Nordkreis: Umgestaltung der Luisenpassage: Bringt „ABBBA“ es zum Hit?

Alsdorf. Die Abkürzung geht flott über die Lippen und klingt schwer nach Welthit. Dabei soll „ABBBA“ gar kein Exportschlager werden, sondern ein Gewinn für die rund 7200 Menschen sein, die in Alsdorf-Mitte leben. Noch haben die Handwerker das Sagen in der Luisenpassage zwischen Luisenstraße und Otto-Wels-Straße, doch in wenigen Tagen soll in den Ladenlokalen vom jahrelangen Leerstand nichts mehr spürbar sein.

Stattdessen gibt es dort Platz für einen Jugendtreff und ein Bistro, für Seminarräume und Sozialprojekte. Betreut und fleißig beworben von „ABBBA“, dem Verein für Alsdorfer Bildungs-, Beratungs- und Begleitungsangebote.

Drei Damen koordinieren das alles im Stadtteilbüro. Ursula Siemes hat die Leitung des Quartiersmanagements inne und wird unterstützt von Quartiersmanagerin Marijke Haupt und Mitarbeiterin Claudia Kopp. Sie wollen Wegweiserinnen sein und bei Bedarf auch Wünsche der Bürger erfüllen. „Wir haben zum Start schon einige richtig gute Angebote, sind aber offen für die Ideen der Alsdorfer“, unterstreicht Ursula Siemes.

Es versteht sich also, dass alle Angebote in der Passage niedrigschwellig sind und nicht nur die Glasfassaden der Räume Offenheit signalisieren. „Wir sind eine Anlaufstelle für Jedermann“, lädt Siemes zum Besuch ein. Die zentrale Lage sei geradezu ideal. „Es lohnt sich jetzt wieder, durch die Passage zu gehen und sich ein Bild von den Möglichkeiten zu machen.“

Von der frühen Förderung von Schülern, über Freizeitaktionen für Jugendliche bis hin zur gemütlichen Kaffeerunde für Senioren ist in der Passage für so ziemlich alles Denkbare Platz. Hauptsache, es kommt den Bürgern zugute, denn das fordert das Förderprogramm „Soziale Stadt“, zu dem das Quartiersmanagement gehört. „Unser oberstes Ziel ist es, das Zusammenleben zu stärken und die Menschen zusammenzubringen.“ Netzwerke schaffen, wie man es heutzutage nennt.

Dieser Tage werden letzte Leitungen verlegt, in wenigen Tagen sollen die Telefone freigeschaltet sein. Dann ist „ABBBA“ für die Alsdorfer erreichbar. Und soll es bleiben. Also könnte es doch ein ganz großer Hit werden...

Serie stellt alle Partner und Projekte vor

Neben der Stadt Alsdorf gehören Projekte von Trägern sozialer Dienstleistungen zum „ABBBA“-Verein. Die werden in dieser und kommenden Ausgaben vorgestellt.

Mit an Bord sind: Caritasverband für die Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land sowie der Verein zur Förderung der Caritasarbeit im Bistum Aachen, das Deutsche Rote Kreuz in der Städteregion, das Diakonische Werk im Kirchenkreis Aachen, der evangelische Kindergartenverein Alsdorf sowie die evangelische Kirchengemeinde Alsdorf, der Alsdorfer Ortsverein des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), der Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VABW), der Verein „Vor Ort“, die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) in der Diözese Aachen und die Katholische Pfarrgemeinde St. Castor Alsdorf.

Ab dem 22. April ist das Stadtteilbüro in der Luisenpassage erreichbar unter Telefon 02404/599590. Am Mittwoch, 22. Mai, wollen sich alle Projekte von 15 bis 21 Uhr bei einem Tag der offenen Tür vorstellen. Auch ein Bühnenprogramm soll es an diesem Tag in der Passage geben.

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