Umbau der L223 trotz Verzögerungen „grundsätzlich im Zeitplan“

Zwischen Würselen-Birk und Herzogenrath: Umbau der Landstraße 223 „grundsätzlich im Zeitplan“

Keine Bagger mehr da? Und auch keine Bauarbeiter? An der neuen Trasse der Landstraße 223, die links und rechts des ebenso neuen Kreisverkehrs der K1 schon mächtig Formen angenommen hat, tue sich nichts mehr, hatten unter anderem Bürger festgestellt. Und das ist in gewisser Weise auch richtig ...

Denn dieses Teilstück ist in seiner Anlage fertig und wartet darauf, dass die ersten beiden Schwarzdecken – Trag- und Binderschicht – aufgetragen werden, wie Arnd Meyer, Projektleiter beim Straßenbaulastträger Straßen NRW, auf Anfrage unserer Zeitung erläutert.

Noch in diesem Monat soll damit begonnen werden, und zwar zunächst ausgehend vom unteren Teil des ersten Bauabschnitts, vom Schulzentrum Bardenberger Straße aus bis zum Hillenberg. Damit die Anwohner, die nahezu uneingeschränkt ihre Häuser erreichen konnten, bald auch nicht mehr durch Dreck fahren müssen. „Wenn das Wetter mitspielt, folgen auch die beiden Trassen am Kreisverkehr K1“, sagt Meyer. Im Frühjahr ist die Asphalt-Deckschicht dran, „und zwar in einem Zug bis zur K1“. „Im Grunde“, so erläutert Meyer weiter, „liegen wir im Zeitplan“.

Wartet auf die Schwarzdecken: Die neue Trasse der L223 in Höhe der K1 bei Niederbardenberg ist fertig angelegt. Foto: Beatrix Oprée

Eine zweiwöchige Verzögerung habe es gegeben, weil sich die Um- und Neuverlegung der Versorgungsleitungen – Gas, Wasser, Strom, Telefon – so lange hingezogen hätten. Überall galt es, zunächst neue Leitungen zu installieren, um dann die alten kappen zu können. Unter anderem habe es dabei Mehrleistungen gegeben, etwa weil sich Anwohner zu zusätzlichen Gasanschlüssen entschlossen hätten. Und im Kick sei noch eine neue Wasserleitung verlegt worden. Jetzt aber sei im ersten Bauabschnitt alles auf dem neuesten Stand, damit die neue Straße so schnell nicht nochmal aufgerissen werden muss. Noch im November geht es mit den Leitungsarbeiten im Bereich Wolfstraße weiter, so Meyer.

Kräftig gebaut wird derweil an der neuen Regenrückhalteanlage oberhalb des Schulzentrums. Sie ist auf ein hundertjährliches Ereignis ausgelegt: durch ein 4x16 Meter breites und drei Meter hohes Betonbecken, das als Abscheider dient für Schwebstoffe und „Leichtflüssigkeiten“ wie Öl und Sprit, sowie ein angrenzendes 80x30 Meter großes Absetz- und Versickerungsbecken, das mit einem Bodenfilter, unter anderem mit Lava bestückt, ausgestattet ist. Falls es noch stärker regnen sollte, kann das Wasser sowohl in den Kanal als auch in eine mit einem Erdwall in Richtung Herzogenrath abgesicherte Senke überlaufen. „Und so nicht in die Stadt laufen“, sagt Meyer. Schon fertig sei auch der Wirtschaftsweg dahinter – um das Wegenetz zu schließen.

Mehr von Aachener Nachrichten