Würselen: Torrington-Gelände: Platz für neue Jobs in prominenter Lage

Würselen: Torrington-Gelände: Platz für neue Jobs in prominenter Lage

Keine Sache für Grobmotoriker: Mit der mächtigen Zange an der Spitze des Baggerarms zupft der Mann an den Schalthebeln ein Stück Dachpappe vom Rest des entkernten Gebäudes. Der Fetzen wird mit einer kurzen Bewegung gezielt auf einen Stapel am Boden geworfen. Ordnung muss eben sein - auch bei einem Abbruch in dieser Dimension. Wenig später fällt ein großes Stück Mauerwerk krachend zu Boden.

Seit Tagen machen schwere Baumaschinen die ehemalige Nadelfabrik Torrington dem Erdboden gleich. Zuerst war die große Werkhalle an der Reihe, am Mittwoch verschwand das Verwaltungsgebäude an der B57.

Das Grundstück zählt zum Immobilienbesitz der Stadtentwicklungsgesellschaft Würselen (SEW). Die städtische Tochter hatte das Areal von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) des Kreises Aachen erworben. Dabei war der Abriss unter der Regie der WfG seinerzeit Teil der vertraglichen Vereinbarungen.

Nachdem die Regioentsorgung im vergangenen Jahr samt ihrer Müllwagenflotte in ihr neues Domizil nach Alsdorf-Warden umgezogen war, rechnete sich die Teilvermietung nicht mehr. „Die Nebenkosten waren höher als die Mieteinnahmen”, erklärte SEW-Geschäftsführer Manfred Zitzen. Die Umsetzung der Vertragsvereinbarung war somit logische Konsequenz.

Was auf dem 14.500 Quadratmeter großen Areal angesiedelt wird, steht indes noch nicht fest. Manfred Zitzen: „Erste Sondierungsgespräche laufen. Bei der Erschließung des Geländes, das von B57, Weihweg und Honigmannstraße umschlossen wird, sind wir sehr flexibel. Das gilt auch für die Parzellierung der Gewerbegrundstücke. Für die Fläche gibt es einen gültigen Bebauungsplan. Dort ist theoretisch auch Einzelhandelsnutzung erlaubt, aber aus städtischer Sicht nicht erwünscht”, sagt Zitzen mit Verweis auf den benachbarten Recker-Park.

„Natürlich sind uns Unternehmen, die möglichst viele neue Jobs nach Würselen mitbringen, am allerliebsten”, hofft der Wirtschaftsförderer in guter Lage einen guten Branchenmix realisieren zu können.

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