Alsdorf: Topbedingungen beim „Powerman“ in Alsdorf

Alsdorf : Topbedingungen beim „Powerman“ in Alsdorf

Wer in den letzten Tagen ein wenig den Facebook-Account von Patrick Thevis im Blick hatte, der wusste, da kommt etwas Großes auf Alsdorf zu. Der „Powerman“, vormals unter dem Titel „Dachser Duathlon“ bekannt, war das, was da nicht nur auf Thevis und sein vielköpfiges Organisationsteam vom Marathonclub Eschweiler, der Stadt Alsdorf und vielen Sponsoren zukam und am Sonntag für Festival-Feeling in Alsdorf sorgte.

Denn der „Powerman“ verursachte nach der schon seit einigen Jahren integrierten Deutschen Meisterschaften erneut noch mehr Lachfalten bei den Veranstaltern.

xxx. Foto: Markus Bienwald

Sorgenfalten dürften nur die Kraftfahrer ringsum um die Stadt auf der Stirn getragen haben, denn für sie war wegen der weiträumigen Absperrung rund um das Zentrum und den Zentralparkplatz wenig bis gar nichts zu holen.

Die Wechselzone, in der vom Laufschuh auf das Fahrrad und zurück gewechselt wurde (Bilder von links oben im Uhrzeigersinn), zeigte die Ausmaße der Großveranstaltung in Alsdorf. Das Fördergerüst auf dem früheren Gelände der Zeche „Anna“ war ein Teil der tollen Kulisse beim „Powerman“. Kerstin Klein, Ellen Bierfeld und Karin Klein (v.l) als Teil des Orgateams vom Marathonclub Eschweiler sorgten für Kraftnahrung. Viele Zaungäste ließen sich das sportliche Spektakel nicht entgehen. Foto: Markus Bienwald

Moderator im Dauereinsatz

Die Wechselzone, in der vom Laufschuh auf das Fahrrad und zurück gewechselt wurde (Bilder von links oben im Uhrzeigersinn), zeigte die Ausmaße der Großveranstaltung in Alsdorf. Das Fördergerüst auf dem früheren Gelände der Zeche „Anna“ war ein Teil der tollen Kulisse beim „Powerman“. Kerstin Klein, Ellen Bierfeld und Karin Klein (v.l) als Teil des Orgateams vom Marathonclub Eschweiler sorgten für Kraftnahrung. Viele Zaungäste ließen sich das sportliche Spektakel nicht entgehen. Foto: Markus Bienwald

Richtig was abzuholen gab es hingegen auf der zentral am Denkmalplatz errichteten Bühne. Holger Bubel von der Stadt Alsdorf war als Moderator im Dauereinsatz. Schließlich galt es, exakt 1010 Duathleten nicht nur mit Startnummern, den passenden Worten zu Strecke und Wettkampflänge, sondern auch mit Medaillen, Urkunden und Pokalen auszustatten. Dass dem tapferen Moderator dabei schon mal die eine oder andere Altersklasse durch die Lappen ging, war wohl der schieren Menge an Sportlern geschuldet.

Cheforganisator Patrick Thevis gab mit der Tröte die Startzeichen und war mit dem Event sehr zufrieden. Foto: Markus Bienwald

Patrick Thevis aber focht das nicht an. Ganz im Gegenteil: „Ich bin superglücklich“, sagte er am Rande des gewaltigen Spektakels, dem sicherlich ein paar Tausend Gäste beiwohnten. Und gegen Mittag durfte er auch mit dem Wetter sehr glücklich sein. Das hatte auf die sprichwörtlichen Kapriolen des Aprils weitgehend verzichtet, und zeigte bei wenigen Tropfen meist seine sehr freundliche Seite. Das kam natürlich nicht nur den Sportlern entgegen, sondern auch den vielen fleißigen Helfern zugute, die solch eine Großveranstaltung hinter und vor den Kulissen am Laufen halten.

Zwei waren den ganzen Tag über damit beschäftigt, den Sportlern, die mit Laufschuhen viele Runden durch den Annapark drehten, immer wieder die dringend benötigten isotonischen Getränke in Bechern anzureichen und nachzufüllen. Antje Losch und Julius Funke waren dabei Teil einer noch viel größeren Gruppe von Pfadfindern der Rover der DPSG Kohlscheid I.

Auf das Warum ihres freiwilligen Einsatzes angesprochen, kam nicht nur die berühmte „gute Tat“ als Antwort. „Der Rennleiter ist ein Nachbar von uns“, sagte Julius Funke, ehe er dem nächsten Sportler schnell ein wenig Nachschub reichte. Den gab es vor und vor allem auch nach den Wettbewerben, die teils bis zu 15 Kilometer Laufen und 40 Kilometer Radfahren von den Aktiven forderten.

Dementsprechend ausgehungert waren die Leistungssportler hinterher. Nur gut, dass Kerstin Klein, Ellen Bierfeld und Karin Klein als Teil des Orgateams vom Marathonclub Eschweiler dabei waren. „Ist ja nur einmal im Jahr, da macht man das doch gerne“, sagte Karin Klein. Und ein paar nette Geschichtchen ergeben sich für die drei Damen von der Verpflegungsstelle ja auch ganz schnell, und das ist auch ein Mehrwert für den ehrenamtlichen Einsatz.

Smoothies für die Sportler

Der Küchenchef der Seniorenresidenz im Stadtzentrum, Ingo Breuer, hatte den Smoothie „O3M“ dabei. Das war aber keine von den Doping-Kontrolleuren verbotene Substanz, sondern eine geschickte sprachliche Zusammenfassung der Inhaltsstoffe des gratis angebotenen Zaubertranks. „Da sind Orangen, Melonen, Minze und Mango drin, sehr lecker“, empfahl Breuer und löste damit den etwas kryptisch klingenden Namen auf.

Eigens kreierte Riegel wie den „Powerman-Riegel“ mit Müsli, Apfelmus, braunem Zucker und Honig gab es wie auch den Cranberry-, Erdnuss- oder Kokosnuss-Riegel noch obendrauf.

Im nächsten Jahr wird die lange Strecke angegangen

In Sachen „noch einen draufsetzen“ hatte Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders schon im Vorfeld des sportlichen Großereignisses die Stadt in eine Reihe mit New York, Paris und Tokyo gestellt. „Das ist nicht zu hoch gegriffen, wenn im nächsten Jahr die lange Strecke angegangen wird“, sagte Sonders, „dann sind hier über 20 Nationen am Start“. Aber auch ohne die Ziele für die „Powerman“-Serie in Alsdorf im nächsten Jahr waren es schon 13 Nationen, die an den Start gingen. Für Sonders ist der Duathlon ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Ringsum waren keine Hotelzimmer mehr zu kriegen, das ist doch ein gutes Zeichen“, sagte er. Zwar gab es keinen verkaufsoffenen Sonntag zum „Powerman“, der eine Woche nach dem Frühlingsfest und dem Abschluss der Aktion „Sauber Alsdorf“ in die City lockte.

Dennoch ließen sich die Zaungäste beeindrucken vom Spitzensport. Da waren zum Beispiel die Ausmaße der Wechselzone vom Laufschuh auf das Fahrrad und zurück schon beeindruckend. So musste man für den Weg ungefähr von der Höhe Stadthalle bis weit hinter die Post schon etwas Zeit einplanen. Die spannenden Starts und Zieleinläufe waren weitere Attraktionen. Was dem Ganzen sicherlich aus Zuschauersicht noch ein wenig die Krone aufsetzte, waren die Läufe durch den Start- und Zielbereich. So hatten nicht nur die Aktiven immer wieder Kontakt zu den zahlreichen Zuschauern am Wegesrand.

Zwar gab es auf der Bühne kein live eingespieltes Rahmenprogramm, doch mit Ständen, den vielen kulinarischen Angeboten und den immer wieder stattfindenden Siegerehrungen genossen die Gäste eine schöne Mischung aus tollem Sport und Unterhaltung.

Natürlich alkoholfrei

Zur Belohnung für die Sportler gab es auf der Bühne auch noch große Gläser. Die waren übrigens mit absolut sportlertauglichem, alkoholfreiem Bier gefüllt. Und im Gegensatz zu manch feierndem Fußballer aus dem Fernsehprogramm, der das Ganze dann über Trainern und Mitspielern ergießt, landete das eisgekühlte Nass auch tatsächlich in den Kehlen der Sportler.

Organisator Patrick Thevis sagte: „Es passt einfach alles hier in Alsdorf. Das ist der Wahnsinn.“

Mehr von Aachener Nachrichten