Herzogenrath: Tatkräftige Hilfe für den Solarpark kommt auf vier Hufen daher

Herzogenrath : Tatkräftige Hilfe für den Solarpark kommt auf vier Hufen daher

Der Solarpark Herzogenrath hat neue Mitarbeiter — gleich 52 Stück: „Ouessantschafe“. Gesucht und gekauft wurden die „Neuen“, die nicht für Lohn, sondern leckeres Gras und Gestrüpp arbeiten, von Charles Russel, dem Chef der Nivelsteiner Sandwerke.

Gemeinsam mit der Tochterfirma n.s.w. energy, der Stadt Herzogenrath und der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH aus Stolberg wird auf dem weitläufigen Gelände der Sandwerke der größte Solarpark in NRW betrieben. Auf umgerechnet rund 15 Fußballfeldern sind hier 57.000 Solarmodule installiert und bringen 14 Megawatt Spitzenleistung. Damit das so bleibt, sind die Vierbeiner im Einsatz. Mit Schäfer Bastian Dohms (28) klettern sie im steilen Hang umher und sorgen dafür, dass der Solarpark nicht zuwuchert. „Wir müssen ja nicht nur die Module regelmäßig reinigen“, sagt EWV-Ingenieur Franz-Josef Türck, der für den Betrieb des Solarparks zuständig ist.

„Wir müssen auch den Bewuchs so kurz halten, dass er keine Schatten auf die Fläche wirft.“ Die kleinste Schafrasse Europas ist ideal dafür. Die kurzbeinigen Schafe, aus der Bretagne stammend, können auch unter den Solartischen herlaufen. Die Trockenheit ist kein Problem für die robusten Tiere, und der Bewuchs bleibt auch überschaubar. Dohms ist Teilzeitschäfer und genießt den Job in den Sandwerken: „Hier kann man schön abschalten.“ Wenn ein Feld abgeerntet ist, geht es wieder von vorne los. So fressen sich die Tiere das ganze Jahr über durch. Nur in harten Wintern müsse beigefüttert werden, sagt der Schäfer.

52 Schafe seien eigentlich zu wenig. Aber mit Blick auf die vielen Lämmer, könnte es sein, dass die Herde sich im nächsten Jahr ganz natürlich vergrößert hat.

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