Herzogenrath: Straßer Kapelle serviert feine Klangkost aus Russland

Herzogenrath: Straßer Kapelle serviert feine Klangkost aus Russland

Eine musikalische Bandbreite von der amerikanischen Ostküste bis Russland präsentierte die Herzogenrather Kapelle Straß bei ihrem Neujahrskonzert im Kulturprogramm der Stadt Herzogenrath.

„Haben Sie bitte keine Angst vor möglichen Verständigungsschwierigkeiten”, meinte Dirigent Ludwig Krüttgen zu Beginn. „Die Sprache der Musik ist schließlich international.” Sagte es, schwang den Taktstock und das 25-köpfige Ensemble setzte zum „Saratow Marsch” an.

Es war ein Stück, dessen Komponist unbekannt ist, und das eine kleine Stadt im europäischen Teil Russlands würdigt. Wie bunt und abwechslungsreich die musikalische Welt Russlands sein kann, wurde insbesondere beim „Russischen Tagebuch” von Hans Hartwig deutlich. Er hatte viele bekannte Melodien zusammengefügt. Der „Wolgaschlepper” oder „Moskauer Nächte” flossen darin zu einem Potpourri ineinander.

Und Tanzen - das können die Russen auch. Insbesondere, wenn Stücke wie der „Säbeltanz aus Ganjaneh” gespielt werden. Das, was ruhig begann, verlangte aufgrund des schnell ansteigenden Tempos viel von den Bläsern, unterstrich an dieser Stelle aber auch ihr Talent. Ruhiger und gemächlicher war der „Second Waltz” von Dmitri Shostakowitsch. Der Vier-Vierteltakter ist durch André Rieu bekannt geworden, der die Melodie in nahezu jedem seiner Konzerte spielt.

„Die Straßer Kapelle war noch nie in New York”, erzählte Ludwig Krüttgen und erklärt damit die Wahl des Ohrwurms über den „Big Apple” von Udo Jürgens: „Ich war noch niemals in New York”. Auch die Melodie von John Kander ,„New York, New York”, und ein Potpourri von Steve McMillan „James Last Golden Hits” ließen den Traum vom Kontinent hinterm großen Teich aufkommen.

Und weil das Programm des Neujahrskonzerts eben vom amerikanischen Festland bis nach Russland reichte, kamen die Musiker auf ihrer Reise auch an Deutschland vorbei. Die „Marschjuwelen” von Franz Bummerl und der „Böhmische Traum” von Norbert Gälle fanden so ebenfalls einen Platz im Konzert.

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