„Stille Heldinnen - gemeinsam Verantwortung tragen“ im Nell-Breuning-Haus 2018

Ausstellung : „Stille Heldinnen“ im Nell-Breuning-Haus

„Wir möchten den Nachhaltigkeitszielen ein Gesicht verleihen“, erklärte Nadine Böttcher von HelpAge Deutschland. Gemeinsam mit Monika Schmitz und Annette Diesler vom kfd-Diözesanverband Aachen (Katholische Frauen Deutschlands) eröffnete sie die Ausstellung „Stille Heldinnen - gemeinsam Verantwortung tragen“ im Nell-Breuning-Haus.

Im Mittelpunkt stehen sechs ältere Frauen aus Tansania und ihre beeindruckenden Lebensgeschichten. „Die Ausstellung macht die Lebenssituation dieser Frauen lebendig und mit allen Sinnen erfahrbar. Wir Frauen in Deutschland und die Frauen in Tansania haben viele Gemeinsamkeiten, etwa die Tatsache, dass Frauen hier wie da ihre Angehörigen liebevoll pflegen. Wir möchten mit der Schau eine Brücke schlagen“, erklärte Nadine Böttcher. Während die Frauen in Tansania ihre an Aids erkrankten Kinder oder Enkel betreuen würden, seien viele Frauen in Deutschland in einer Art „Sandwich-Funktion“, wie Annette Diesler betonte. „Sie kümmern sich um ihre älteren Eltern und die eigenen Kinder. Pflege ist ein großes Thema, das verbindet. Auch die Betreuung von Kindern mit Behinderung ist ein Thema. Es gibt viele Überschneidungen und wir wollen weltweit an einem Strang ziehen“, betonte Diesler bei der Vernissage.

Zusammen mit HelpAge Deutschland gibt die kfd im Diözesanverband Aachen der Agenda 2030 mit ihren weltweit geltenden Nachhaltigkeitszielen ein Gesicht. „Es geht zum Beispiel auch um den Umgang mit Ressourcen, darum, wie man Wasser sparen kann“, erklärte Böttcher. Clezensia, ihre Lieblingsheldin in der Ausstellung, ist 64 Jahre alt und tritt in ihrer Heimat im Norden von Tansania für die Gleichberechtigung ein, fördert junge Frauen, die ein Diplom in Landwirtschaft machen möchten, bringt Kindern Lesen und Schreiben bei und älteren Frauen Selbstverteidigung. Als Schatzmeisterin eines Sparclubs hilft sie Frauen, die unverschuldet in eine Notlage geraten. Andere stille Heldinnen sind etwa Generoza, die gegen die Armut kämpft, und Yustina, die für Gerechtigkeit und Wohlergehen eintritt.

Musikalisch untermalt wurden die Eröffnung und die Einführung in die Ausstellung vom Musiker Aidara Seck.

Die Ausstellung ist bis zum 28. November 2018 zu den Öffnungszeiten des Nell-Breuning-Hauses kostenfrei zu sehen. Interessierte sind herzlich willkommen zur Finissage am Donnerstag, 22. November, um 16 Uhr. Dabei gibt es Erfahrungen, Rückmeldungen und Ideen zur Weiterarbeit mit den Themen der Ausstellung sowie eine Reflexion mit Experten von Missio und der Abteilung Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat Aachen.

(nina)