Würselen: „Stadtwegekonzept“ für Würselen wird ausgearbeitet

Würselen: „Stadtwegekonzept“ für Würselen wird ausgearbeitet

Bereits Anfang 2011 hatte die Kooperation von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen die Entwicklung eines Konzeptes „Stadtwege“ für Würselen beantragt. In dem sollen die innerstädtischen fußläufigen Verbindungen zu einem sinnvollen Ganzen vereint werden.

Aufzeigen sollte es, an welchen Stellen sinnvolle Ergänzungen und Verknüpfungen zu den bereits bestehenden Gehwegen erfolgen sollten. Auf der Grundlage des erarbeiteten Konzeptes sollten dann Investitionsentscheidungen getroffen werden. Darüber hinaus sollten innerhalb des Gesamtkonzeptes einzelne Gehwege thematisch miteinander verbunden werden. Allgemeines Ziel sollte es sein, „die Lebens- und Aufenthaltsqualität im innerstädtischen Raum zu verbessern“. Gegebenenfalls sollte es — so der Antragsteller — im Rahmen eines städtischen Ideenwettbewerbs entwickelt werden. Doch daraus wurde nichts. Mehrere Anfragen an der RWTH und an der Fachhochschule Aachen waren nicht von Erfolg gekrönt. Also machte sich die Verwaltung selbst an die Arbeit. Das von ihr entwickelte Konzept „Stadtwege“ wurde jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt.

Was sie auf den Weg gebracht hatte, wurde darin überwiegend positiv von den Fraktionen aufgenommen. CDU-Sprecher Balthasar Tirtey begrüße es, dass der Heimatverein Würselen einbezogen worden ist. „Ein historischer Rundweg ist eine gute Sache“, betonte er. Nun gehe es darum, die nötigen Mittel bereit zu stellen. Erst dann könnten, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, konkrete Entscheidungen über einzelne Maßnahmen gefällt werden. Dass Lücken im Stadtwegenetz geschlossen werden sollen, wertete SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers positiv. Er sprach die Gefahren an, die entstehen, wenn Radfahrer und Fußgänger sich auf ein und demselben Weg begegneten.

Mit Blick auf die Konsolidierung der städtischen Finanzen bis zum Jahr 2021 verweigerte UWG-Fraktionsvorsitzender Theo Scherberich seine Zustimmung zu einer weiteren Verfolgung des „Luxusprojektes“. Er wünschte sich vielmehr, dass der status quo verbessert werden möge. Plätze mit Aufenthaltsqualität in den Ortsteilen zu erhalten — dafür plädierte er. Für die FDP-Fraktion beklagte Sprecher Erwin Janas, dass der gewünschte studentische Wettbewerb nicht ausgeschrieben werden konnte. Er bedankte sich beim Heimatverein für dessen Bereitschaft. In dem Konzept im Interesse der Senioren auch Toiletten auszuweisen, riet deren Beauftragter Dieter Juschka.

„Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, dankte für die Bündnisgrünen Sprecher Dr. Ansgar Klein bei seinem letzten Auftritt auf der kommunalpolitischen Bühne vor allem Fachbereichsleiter Manfred Schmitz-Gehrmann. Die Umsetzung sei „der richtige Schritt in die richtige Richtung“. Jedoch sei damit das Gesamtziel — die Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität im innerstädtischen Raum — noch nicht erreicht. Man sei erst dann am Ziel, „wenn der Autoverkehr zugunsten der Fußgänger und der Radfahrer erheblich reduziert wird“. Dr. Klein kündigte an, dass von den Bündnisgrünen in Kürze ein Anlauf in Richtung ‚Fahrradfreundliche Stadt‘ unternommen wird.“ Er regte an, zunächst den „Historischen Stadtrundgang“ zugunsten einer weiteren Verbesserung der innerstädtischen Fuß- und Radwege zurück zu stellen.

Mit Mehrheit gab der Ausschuss der Verwaltung grünes Licht für die Ausarbeitung des vorgestellten Konzeptes und für die Ermittlung der Kosten der verschiedenen erforderlichen Maßnahmen.

(ehg)
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