Würselen: „Stadtwege“ brauchen eine Beschilderung

Würselen: „Stadtwege“ brauchen eine Beschilderung

Gute, ausgeklügelte fußläufige Wegeverbindungen sind für eine zukunftstaugliche Stadt wirklich wichtig. Aktuell ermittelt die Stadtverwaltung die Kosten für die Realisierung eines Konzepts, darüber informierte sie den Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung zu Beginn seiner jüngsten Sitzung.

Das Konzept hat der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, Manfred Schmitz-Gehrmann, ausgearbeitet. Noch die „Jamaika“-Kooperation hatte die „Stadtwege“ eingefordert. Mehrere Versuche scheiterten, das Konzept durch einen studentischen Ideenwettbewerb in Zusammenarbeit mit der RWTH oder Aachener Fachhochschule auf den Weg zu bringen.

Geklärt werden sollte, an welchen Stellen sinnvolle Ergänzungen und Verknüpfungen zu den bereits bestehenden Gehwegen erfolgen sollen, quasi als Basis für sinnvolle Investitionen. Darüber hinaus sollten innerhalb des Konzepts einzelne Gehwege miteinander verbunden werden, gedacht wurde an einen „Stadtkunstweg“, der vorhandene Kultur- und Baudenkmäler miteinander verknüpft, oder barrierefreie „Seniorenwege“, die sich etwa durch Ruhebänke an geeigneten Stellen, aber auch seniorengerechte Sporteinrichtungen auszeichnen könnten, oder auch „Stadtkinderwege“, die mit zusätzlichen Spielgeräten für Kinder und Ruhebänken für Eltern ausgestattet werden könnten.

Die Grundlage für einen historischen Stadtrundgang legt in diesen Tagen der Heimatverein. 21 Objekte wurden und werden noch mit Infotafeln versehen. Eine Verbindung, die an allen vorbeiführt, muss dafür ausgeschildert werden. Der Rundgang beginnt und endet an St. Sebastian und ist insgesamt knapp sieben Kilometer lang. Teilweise verläuft er auf zwei weiteren angedachten Stadtwegen, so zwischen Bissener Straße und Aachener Straße oder zwischen Honigmannstraße und Kreuzstraße. An diesen Stellen quert der Rundgang Verkehrsstraßen ohne eine vorhandene Querungshilfe: Markt, Lehnstraße, Schweilbacher Straße, Gracht, Morsbacher Straße, Elchenrather Straße, Kreuzstraße, Lindenstraße, Bissener Straße, Drischer Straße.

Für die beiden anderen Stadtwege wurden ebenfalls Routen vorgeschlagen: Beide Wege kreuzen sich am Morlaixplatz. Wenige Berührungspunkte mit dem Kfz-Verkehr zeichnen sie aus. Weg 1 verläuft von Süden nach Norden, Weg 2 von Westen nach Osten.

Weg 1 führt vom Ravelsberg nach Morsbach beginnt am Ende der Ravelsberger Straße, führt über einen unbefestigten Feldweg am Gestüt Ravelsberg vorbei ins Gelände des ehemaligen Freibades, über die verlängerte Tittelsstraße in den Stadtgarten, quert die Neuhauser Straße, Morlaixplatz und Kaiserstraße, weiter hinter dem Alten Rathaus zum Lindenplatz, entlang der Kreuzstraße bis zum Aufgang auf die große Kalkhalde, in Serpentinen zur Elchenrather Straße runter, über den Dreiecksplatz und die Grünzone hinter den Wohnhäusern Am Johanniterhof zur Honigmannstraße, über die B 57 und die ehemalige Bahntrasse bis nach Morsbach (Morsbacher Straße/ Kasinoplatz).

Der Weg ist 3,6 Kilometer lang; nur in drei Abschnitten verläuft er auf Gehwegen an Kfz-Verkehrsstraßen (Tittelsstraße, Kreuzstraße, Honigmannstraße), die nur eine geringe Verkehrsbelastung aufweisen. Die Querungen von Hauptverkehrsstraßen sind gesichert, so an der Kaiserstraße (Zebrastreifen), Bahnhofstraße (Mittelinsel), Krefelder Straße (Ampel). Nur die Querungen der Neuhauser Straße, der Lindenstraße und der Elchenrather Straße sind nicht gesichert.

Weg 2 vom Teuterhof zum Aquana beziehungsweise ins Drischfeld verläuft entlang der Schweilbacher Straße auf dem kombinierten Geh- und Radweg, am Beginn der Bebauung rechts ab über einen teilweise asphaltierten Weg zur Brunnenstraße, In der Herg, Zeisig- und Starenweg, quert die B 57, geht durch das Schulgelände zwischen Grund- und Hauptschule, Lehnstraße, Morlaixplatz bis hinter das Alte Rathaus. Dort gabelt sich der Weg zum einen über Lindenplatz, Im Winkel, Else-Wirtz-Straße, Friedrichstraße, Querung des Willy-Brandt-Ringes bis zum Freizeitbad Aquana, zum anderen vom Alten Rathaus über Nadlerweg, Mittelstraße, Friedrichstraße, Geschwister-Scholl-Straße, Krottstraße und Drischfeld über die Brücke über den Willy-Brandt-Ring ins Weidener Feld.

Von hier aus besteht die Möglichkeit — wie auch vom Aquana — über Feldwege nach Broichweiden weiterzugehen. Der Weg ist 3,4 Kilomter lang. Lediglich kleine Abschnitte verlaufen auf Gehwegen an Kfz-Verkehrsstraßen: Lehnstraße/Klosterstraße, Lindenstraße/Poststraße, Friedrichstraße/L23 beziehungsweise Mittelstraße/Friedrichstraße, Krottstraße und Drischfeld. Dort ist die Verkehrsbelastungen allerdings gering. Gesicherte Querungen sind nach Angaben der Verwaltung vorhanden an der B 57 (Mittelinsel), Klosterstraße (Zebrastreifen), Kaiserstraße (Zebrastreifen), Poststraße (Zebrastreifen), Friedrichstraße (Mittelinseln), Willy-Brandt-Ring (Ampel). Es fehlen Querungshilfen an der Brunnenstraße, Lehnstraße und Krott-straße.

(gp)