Alsdorf: Stadt will an Schulen Energie sparen, Kosten senken und investieren

Alsdorf : Stadt will an Schulen Energie sparen, Kosten senken und investieren

Es ist noch nicht lange her, dass die Bauarbeiter an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf ihr Werkzeug weggepackt haben, und schon steht das nächste Projekt in den Startlöchern. Nachdem vor wenigen Monaten die Sanierung der Dreifachturnhalle für fast 1,4 Millionen Euro abgeschlossen wurde, wird nun der Strom-, Wasser- und Heizverbrauch der Schule genau analysiert. Stichwort Energie-Monitoring.

Ein weiterer Schritt für eine bessere Energiebilanz. „Wir haben uns mit unserem Klimaschutzkonzept selbst verpflichtet, daran zu arbeiten“, sagt Bürgermeister Alfred Sonders bei einem Besichtigungstermin an der Schule.

15 Zähler werden an dem Gebäudekomplex aufgeschaltet. Sie sollen im 15-Minuten-Takt Informationen über den Verbrauch an einen zentralen Server im Schulgebäude senden. Von dort aus werden sie an einen Server der Energie- und Wasser-Versorgung (EWV) gesendet und in ein Webportal gespielt. Der Kunde, in dem Fall die GSG Grund- und Stadtentwicklung, kann dann von Endgeräten aus (also zum Beispiel vom Tablet, Laptop oder Smartphone) die erhobenen Daten jederzeit ansehen.

Drei bis acht Prozent

Das Ziel: Herausfinden, an welchen Stellen man Energie sparen kann und Maßnahmen zur Optimierung einleiten. „Ein Beispiel wäre die Beleuchtung. Wird erkannt, dass diese zu viel Strom benötigt, wäre eine Maßnahme der Umstieg auf LED“, sagt Alexander Lück von EWV. Laut dem Versorger lassen sich so durchschnittlich Kosteneinsparungen von drei bis acht Prozent erreichen. Sonders ergänzt: „Das gesparte Geld kann dann für neue Investitionen in die Gebäude genutzt werden.“ Denn bis 2020/21 sollen alle Alsdorfer Schulen die gleichen Grundvoraussetzungen für das Lernen haben.

Irgendwann soll das Monitoring an jeder Alsdorfer Schule eingesetzt werden. Neben der Gustav-Heinemann-Gesamtschule wird es jedoch erst einmal nur an der Gemeinschaftsgrundschule Alsdorf-Annapark getestet. Die Gesamtschule als größte Schule der Stadt, und die Grundschule als kleinste sollen so einen ersten Aufschluss über einen möglichen Durchschnittswert geben.

Doch neben präzisen Messwerten hat die Analyse noch einen weiteren Vorteil: Kontrolle. Wenn am Wochenende der Wasserhahn durchläuft oder die Heizung ausfällt, werden diese Informationen sofort an die Verwaltung weitergeleitet. Und es wird sofort gehandelt, nicht erst Tage später — wenn der Missstand durch Zufall auffällt.

Jährlich sollen die Daten dann bilanziert werden — unter Berücksichtigung des Mehrverbrauchs bei Veranstaltungen und Vereinsnutzung der Turnhallen. In Fünf-Jahres-Abschnitten sind genaue Erkenntnisgewinne geplant.

Langfristige Planung

Einige Faktoren müssen dabei beachtet werden, beispielsweise das Wetter: „Harte Winter bedeuten auch gleichzeitig einen höheren Heizverbrauch und somit mehr Kosten“, sagt Sonders. Es geht also lang- und nicht kurzfristig darum, weniger zu verbrauchen und somit zu sparen — selbst, wenn die Preise für Energie und Wasser steigen sollten, so der Bürgermeister.

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