Alsdorf: Stadt Alsdorf und EWV kooperieren: Netz für Freifunk wird ausgebaut

Alsdorf : Stadt Alsdorf und EWV kooperieren: Netz für Freifunk wird ausgebaut

Gerade hat die Stadt ein Vierteljahrhundert nach dem Bergbau gefeiert, jetzt demonstriert sie, dass sie mit der Zeit geht: In der Hubertusstraße gibt es ab sofort Zugang zum Freifunk, also kostenlosem WLAN für alle. Rund um die Stadthalle gibt es das bereits. Laut Bürgermeister Alfred Sonders soll dies sukzessive in der ganzen Alsdorfer Innenstadt zwischen Kaufland und Rathaus realisiert werden.

Die Idee, das Stadtgebiet auf diese Weise für Bürger und Besucher attraktiver zu machen, basiert auf einer Zusammenarbeit der Stadt mit der EWV Energie- und Wasserversorgung. Die EWV hat sich seit 2016 mit dem Thema Freifunk befasst. Sie verfügt über die Infrastruktur, um solche Zugänge zu gewährleisten. Was nun fehlt, damit das Stadtgebiet flächendeckend versorgt ist, sind Bereitwillige, die jeweils in Eigenregie Freifunk-Router aufstellen. Was sich aufwändig anhören mag, ist im Prinzip ganz einfach.

Über den regionalen Stammtisch der Initiative Freifunk NRW können Router bezogen werden, die günstigste Variante kostet 19 Euro, die teuerste noch keine 100 Euro.

Freifunk NRW ist in der Regel bei der Installation behilflich, so dass dabei absehbar keine Zusatzkosten anfallen. Wer einen Router aufstellt, kann selbst bestimmen, wie viel der zur Verfügung stehenden Leistung er für sich selbst sichern und wie viel er an die Öffentlichkeit „vor seiner Haustür“ abgeben will. Ganz wichtig: Ein Router-Besitzer kann nicht in Haftung genommen werden, falls Menschen, die das zur Verfügung stehende WLAN nutzen, Unrechtmäßiges damit anfangen.

Gute Erfahrungen bei der Umsetzung

Daher hofft Bürgermeister Alfred Sonders, dass die Initiative gerade für Einzelhändler ein attraktives Mittel zur Kundenpflege ist. Sonders: „Wenn man etwas von Service hält, muss man so ein Ding haben, die Basis ist jetzt da.“ Neben Einzelhändlern können auch Privatleute die Freifunk-Option nutzen. Denn es entfallen lästige WLAN-Passwortabfragen. Der Benutzer muss nur in den Einstellungen seines Gerätes die Option Freifunk wählen.

Die EWV hat bereits in Stolberg und Eschweiler die elektronische Mobilität unterstützt und gute Erfahrungen in der Umsetzung von Freifunk-Netzen gemacht. Auch in der Stadt Aachen existiert schon ein relativ dichtes Netz an Zugangspunkten. Für Alsdorf ist der Plan, bis zu der aus dem Dachser Duathlon erwachsenen überregionalen Sportveranstaltung Powerman Alsdorf im April nächsten Jahres sowohl in der Innenstadt weit vorangekommen zu sein, als auch in Mariadorf zwischen altem Rathaus und den Einkaufszentren ein Freifunk-Gebiet umgesetzt zu haben.

Erkennbar wird die Verfügbarkeit des Freifunks an auffälligen grünen Aufklebern sein, die die EWV all denen überreicht, die sich für einen Router entscheiden. Bürgermeister Alfred Sonders bekam bereits von EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder einen Aufkleber für sein Privathaus in der Broicher Siedlung.

(ust)
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