Herzogenrath: St. Antonius Schützen: Rückblick auf 110 Jahre Vereinshistorie

Herzogenrath : St. Antonius Schützen: Rückblick auf 110 Jahre Vereinshistorie

Die St. Antonius Schützenbruderschaft Niederbardenberg kann auf eine 110-jährige Geschichte zurückblicken. Die Gründungsversammlung fand am 21. Juni 1908 im Restaurant „ Zu den Vier Jahreszeiten“ statt. Zum ersten Vorsitzenden wählte man Nikolaus Schunk, nachdem man sich den Namen „St. Antonius Schützengilde Niederbardenberg“ gegeben hatte.

Noch im Gründungsjahr wurde der erste König ermittelt und dieser hieß Johann Classen. Schon zwei Jahre später, und zwar am 17. Juli 1910, gab es für die Bruderschaft die erste Fahne.

Der erste Weltkrieg im August 1914 brachte die rasante Entwicklung der Schützengilde zum Stillstand. Erst 1920 wurde mit Hubert Steinbusch wieder ein König ermittelt. Die Erhebung der Rektoratskirche St. Antonius in Niederbardenberg zur Pfarrkirche war auch für die Schützen von Bedeutung. Im Jahre 1934 wurde der Verein als Bruderschaft in das Register der kirchlichen Vereine bei der Pfarre eingetragen.

Vom September 1939 an wurde es sehr schwierig, den Verein über Wasser zu halten. Es dauerte immerhin bis zum Patronatsfest im Januar 1949, bis der Verein wieder auf festen Füßen stand. Erster König nach dem Krieg wurde Peter Kremer, Ehrenkönig Josef Forst jun. Zwei Jahre später wurde eine Jugendabteilung ins Leben gerufen. Die Jugend sicherte von da an den Bestand der Niederbardenberger Schützen.

Von der Gaststätte „Vier Jahreszeiten“ wechselte der Schießstand auf die Pfarrkirche hinter der Kirche. Mit der kommunalen Neugliederung wurde Niederbadenberg von der Gemeinde Bardenberg getrennt und der Stadt Herzogenrath einverleibt. Dennoch blieb die Bruderschaft im Bezirksverband Würselen.

Erste Schützenkönigin konnte im Jahr 1983 Helga Ortmanns werden. 2002 gelang es dem Schützenbruder Gerd Brepols, die Würde eines Ehrenkaisers zu erringen, 2006 hatte Hans-Josef Krings das gleiche Glück. Der Verein beschloss, das 1971 angeschaffte und nicht mehr erweiterbare Königssilber abzulegen und stattdessen das Königssilber von 1908, das fast vollständig noch erhalten ist, in abgespeckter Form wieder zu reaktivieren. Ebenso hatte sich die Bruderschaft dazu entschlossen die alte Fahne von 1910 restaurieren zu lassen.

Als einen weiteren Meilenstein darf die Errichtung eines eigenen Heimes im Jahre 1998 mit 6 Luftgewehr-Schießständen nicht unerwähnt bleiben. Dies brachte dem Verein in die Lage, Trainingsmöglichkeiten für die Sportmannschaften einzuführen, die bald Früchte trugen. Seit einigen Jahren führt Gerd Brepols die Bruderschaft, aktueller König ist Winfried Kremer.

(fs)