Würselen: Spielplätze haben ausgedient

Würselen: Spielplätze haben ausgedient

Einig war sich der Ausschuss für Stadtentwicklung darin, dass die Kinderspielplätze Auf der Weide, Rathausstraße, Maria-Merian-Weg und An den Quellen, wie schon im Jugendhilfeausschuss beschlossen, aufgegeben werden sollen.

Wie die Flächen künftig genutzt werden sollen, an dieser Frage schieden sich die Geister bei zwei Plätzen. War doch von der Verwaltung vorgeschlagen worden, auf der Fläche Auf der Weide ein Mehrfamilienhaus und auf der Fläche an der Rathausstraße ein freistehendes Einfamilienhaus zu errichten.

Dass An der Weide ein Mehrfamilienhaus entstehen sollte, dagegen waren nach dem Bekanntwerden des Verwaltungsvorschlags die Anlieger in diesem Wohngebiet Sturm gelaufen. Was der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Mix gut nach vollziehen konnte. Doch appellierte er, in Zeiten leerer Kassen mit den städtischen Ressourcen sorgsam umzugehen.

„Wir müssen Einnahmen erzielen, um unsere Schulden abzutragen“, stellte er sich hinter die Verwaltung. Es sei sozialverträglicher, wenn mit dem Erlös aus dem Verkauf der beiden Grundstücke das Loch in der Kasse gestopft werde. Man dürfe bei allem Verständnis für die Anlieger, die Verantwortung für das Wohl und Wehe der gesamten Stadt nicht aus den Augen verlieren.

„Wenn die Flächen einmal bebaut sind, dann sind sie das für alle Zeiten“, ergriff CDU-Sprecher Balthasar Tirtey für die Anlieger Partei. Wie schon beantragt, sprach er sich dafür aus, die besagten beiden Flächen genauso wie die beiden anderen in öffentliche Grünflächen umzuwandeln. Geprüft werden sollte, ob sie künftig als Mehrgenerationsplätze genutzt werden können. Auch sollte die Verwaltung nach Pflegepaten Ausschau halten. „Wir brauchen in der Zukunft Plätze, wo sich alte Menschen begegnen können“.

Das unterstrich auch der Seniorenbeauftragte der Stadt, Dieter Juschka. „Der Bürgerwille ist eindeutig!“ schloss sich der UWG-Sprecher Rolf Niederhäuser der Argumentation seines Vorredners an. Bei der Pflege die Bürger mit ins Boot zu nehmen, sprach sich auch FDP-Sprecher Markus Carduck gegen eine Bebauung aus. „Wir wollten von Anfang die grünen Flächen erhalten“, mahnte die Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen, Dr. Renate Knauf, an die nachfolgenden Generationen zu denken.

Gemäß dem mit Mehrheit gefassten Beschluss werden die vorhandenen Spielgeräte bei allen vier Plätzen aus Haftungsgründen unmittelbar abgebaut werden.

(ehg)