1. Lokales
  2. Nordkreis

Weihnachtskistenaktion: Spendenbereitschaft in diesem Jahr besonders groß

Weihnachtskistenaktion : Spendenbereitschaft in diesem Jahr besonders groß

Die jährliche Weihnachtskistenaktion ist auch in Coronazeiten ein Erfolgsprojekt. Die Teams von Tisch und Tafeln sind mit dem Spendenaufkommen sehr zufrieden.

„Damit hätten wir gar nicht gerechnet!“ Angela Wollenweber vom Alsdorfer Tisch ist hoch erfreut. Rund 650 Weihnachtskisten sind am Mittwoch abgegeben worden, fast 200 mehr als im vergangenen Jahr. In schlimmen Zeiten ist die Spendenbereitschaft offenbar besonders groß. Am Donnerstag erfolgt im Einbahnstraßensystem die Ausgabe an die bedürftigen Menschen in der Stadt. Abstandsregeln und Mundschutz sind ein Muss für alle Berechtigten, die sich vor dem Castorhaus anstellen. „Wir haben genug Leute, die mithelfen“, sagt Wollenweber, so dass die Ausgabe den Pandemie-Umständen entsprechend zügig erfolgen kann.

Rund 450 weihnachtlich gepackte Kisten sind im Jugendheim St. Sebastian zusammengekommen, wie die Würselener Tafel-Vorsitzende Ursula Best vermeldet. Auch hier wird am Donnerstag gemäß strenger Hygienevorgaben an die hilfebedürftigen Menschen ausgegeben.

Rund 240 Pakete sind es in Baesweiler, berichtet Irmgard Feldeisen vom dortigen Tafelteam. Zusätzlich sind jede Menge Spenden an Haushalts- und Dekoartikeln eingegangen. Sorgfältig ist alles auf langen Tischen in der Mehrzweckhalle Grabenstraße für die Empfänger aufgebaut worden, die ebenfalls am Donnerstag erwartet werden. „Wir werden immer nur zwei bis drei Personen reinlassen, die sich in Begleitung eines Mitarbeiters das Passende an den Tischen aussuchen dürfen“, schildert Feldeisen die coronakonforme Vorgehensweise.

Schon am Dienstag war die Annahme der Weihnachtskisten bei der Herzogenrather Tafel am Schürhof. Rund 400 festlich verpackte Kartons sind abgegeben worden, eine konstante Zahl, allerdings seien die Inhalte deutlich umfangreicher gewesen als in den vergangenen Jahren, erklärt Tafel-Vorsitzender Dieter Lecher. Am Mittwoch wurden die Pakete ausgegeben, erstmals nach Anmeldung mit Terminvergabe. „Die Zeiten wurden auch weitgehend eingehalten“, sagt Lecher, „so dass Zeit blieb, mit jedem ein Gespräch zu führen.“ Eine Rundtour werden Lecher und seine Frau Waltraud wie in jedem Jahr noch anschließend, um auch diejenigen der Tafelkunden zu erreichen und mit Spenden zu bedenken, die zum Ausgabetermin nicht kommen konnten.