Herzogenrath: Spatenstich an der Roda-Schule: Baggerfahrer ist Held der Kinder

Herzogenrath: Spatenstich an der Roda-Schule: Baggerfahrer ist Held der Kinder

5,5 Millionen Euro investiert die Städteregion Aachen in den rund 2000 Quadratmeter großen Erweiterungsbau der Roda-Schule - eine Reaktion auf die stetig steigenden Schülerzahlen der seit 1974 bestehenden Förderschule für Geistige Entwicklung. 350.000 Euro der Gesamtsumme werden aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung finanziert.

Nach einer musikalischen Einlage eröffnet Schulleiter Thomas Kürten die Veranstaltung zum ersten Spatenstich. Er freue sich, den Zuschuss für diesen Neubau erhalten zu haben. „Die Pavillons, die wir als Übergangslösung eingerichtet hatten, sind schon etwas in die Jahre gekommen.”

Die Beeinträchtigungen durch die schon seit einiger Zeit laufenden Bauarbeiten sind nebensächlich im Hinblick auf die Freude auf die neue Anlage. Einige Kinder sind geradezu begeistert über die vielen Menschen und Maschinen, die sich vor dem Schulgebäude tummeln. „Wir empfehlen der Baufirma, Autogrammkarten für ihre Mitarbeiter zu drucken”, sagte Kürten. „Gerade Theo, der Baggerfahrer, ist bei unseren Schülern fast schon ein Held”.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg lobte in seiner Ansprache vor allem die gute Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung. „Die Städteregion will Wissens- und Bildungsregion Nummer 1 werden. Das Recht auf Bildung gilt für alle, deshalb muss sie auch Menschen mit Behinderungen zugänglich gemacht werden.”

Momentan beherbergt die Roda-Schule in 14 Klassen 176 Kinder, von denen 44 eine Mehrfachschwerstbehinderung aufweisen.

Schon im Mai 2008 wurde mit der Erarbeitung des Raumprogramms begonnen.

Nachdem Architekt Dr. Jürgen Paulus aus Herzogenrath mit der Vorentwurfsplanung beauftragt worden war, beschloss der Kreisausschuss noch weitere Sanierungsarbeiten sowie den Erwerb eines weiteren Teilgrundstücks. Neben dem Erweiterungsbau, dessen Fertigstellung für August 2011 geplant ist, sollen die baufälligen Pavillons abgerissen werden und ein schöner großer Schulhof entstehen.

Bundestagsabgeordnete Petra Müller (FDP) ist nicht zuletzt durch Projekte wie den Neubau der Roda-Schule ein Fan der Städteregion Aachen. „Die Vereinigung der ehemaligen einzeln verwalteten Städte des Kreises Aachen war längst überfällig. Ein gemeinsames Bildungskonzept, dessen Zeuge wir hier und heute durch die Investition in der Roda Schule werden, kann der Region nur gut tun”, sagte sie.

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