Alsdorf: „Soziale Stadt“: Luisenpassage abends zu früh dicht

Alsdorf: „Soziale Stadt“: Luisenpassage abends zu früh dicht

Teilnahme setzt Zugang voraus. Das scheint in der Luisenpassage ein Problem zu sein, zumindest in den späteren Stunden des Tages. Es geht um das Programm Abbba und dessen Teilnehmer, aber auch um andere Mieter in dieser zuvor lange in weiten Stellen ungenutzten, ursprünglich dem Konsum gewidmeten Passage im Zentrum von Alsdorf.

Abbba: Das steht für Bildungs-, Beratungs- und Begleitungsangebote im Rahmen von „Soziale Stadt — Alsdorf-Mitte“. Und das setzt voraus, dass einige Einrichtungen und Angebote auch zu Tageszeiten erreichbar bleiben, die nicht zu den üblichen Kernarbeitszeiten gehören. Denn gesellschaftliches Leben und wichtige Begegnungen finden oft nach Dienstschluss statt. Friedel Wirtz (Grüne) nahm das Beispiel Jugendcafé der evangelischen Kirche im Jugendhilfeausschuss zum Anlass, um auf Probleme bei der Zugänglichkeit der Passage zu verweisen. Gegen Ende des Tages würden die beiden Rolltore zugemacht, was die Arbeit der im Jugendcafé Agierenden und ihrer Klientel erheblich beeinträchtige.

Spezielle Schlüssel

Manfred Schmidt (Jugendamt) bestätigte die Angaben von Wirtz. Die Rollgitter seien nur durch spezielle Schlüssel (im Besitz der Hausverwaltung) zu bewegen. Der Vermieter habe seinen Sitz in München, was die Kommunikation schwierig mache. Die Verwaltung versuche jedoch, eine Lösung zu finden. Die Rede war von einem Seitenzugang. Es gehe um eine „große Lösung“, von der alle Mieter der Passage etwas haben sollen, betonte Schmidt.

(-ks-)
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