Alsdorf: Solidarität mit Schlecker- und Ihr-Platz-Beschäftigten

Alsdorf: Solidarität mit Schlecker- und Ihr-Platz-Beschäftigten

Nach wie vor ist die Unsicherheit bei den Schlecker-Beschäftigten über die Zukunft ihrer Arbeitsplätze und damit ihrer Existenz groß. Groß ist allerdings auch die Solidarität von Kunden, die zwischen dem in der Kritik stehendem Unternehmen und dem Schicksal der Angestellten offenbar gut zu unterscheiden wissen.

Die von der Gewerkschaft ver.di ausgelegten Listen, in die sich Kunden eintragen können, um sich für den Erhalt der einzelnen Filialen auszusprechen, füllen sich zügig. Gewerkschaftssekretär Franz Blatt erklärte auf Anfrage, dass die Unterschriftenaktion bundesweit „bombig” laufe. Das gelte ebenso für die ebenfalls von Schließung bedrohten Standorte der Drogeriekette „Ihr Platz”.

Beispielsweise in der Schlecker-Filiale an der Theodor-Seipp-Straße in Ofden ist genau diese Solidarität an der prall gefüllten Unterschriftenmappe abzulesen. Während die sich weiter füllt, leeren sich erkennbar die Regale. Katzenfutterdosen drohen genauso zu vereinsamen wie Shampoo-Flaschen.

Investieren in die Zukunft und die Marktfähigkeit sieht anders aus. Dabei würde sich gerade angesichts der ambitionierten Planung von Neubaugebieten in Ofden nicht nur auf dem Gelände von Realschule und Gymnasium der Erhalt der Schlecker-Filiale in der Nähe auszahlen. Laut ver.di-Mann Blatt will der Insolvenzverwalter nächste Woche bekannt geben, welche Filialen geschlossen werden.

Am heutigen Samstag wollen Schlecker-Mitarbeiterinnen ab zehn Uhr am Willy-Brandt-Platz in Aachen weitere Unschriften zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze sammeln. Ob das hilft?

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