Würselen: Seniorenbeirat befürchtet die Auflösung

Würselen: Seniorenbeirat befürchtet die Auflösung

Was wird aus dem Seniorenbeirat? Diese Sorge treibt dessen Mitglieder seit geraumer Zeit um. Steht doch schon seit März eine Neustrukturierung der Ratsausschüsse ins Haus.

Thematisiert wurde diese in der jüngsten Sitzung des Beirates mit Bürgermeister Arno Nelles. Er sollte - so Vorsitzender Alfred Mundt - ihm den Standpunkt der Verwaltung vor der Entscheidung im Rat erläutern.

Was er dann auch bereitwillig tat, ohne aber konkrete Aussagen machen zu können. Weil es sich bei den Kosten für die Bildung eines solchen Gremiums um freiwillige Ausgaben handele, müsse dazu die Kommunalaufsicht gehört werden. Ihr liege zur Klärung der Entwurf zur Neustrukturierung vor.

Auf die Frage des Vorsitzenden, ob der Beirat aufgelöst werde, antwortete Nelles: Er existiere, so lange kein neuer gewählt worden sei. Auf die Sitze des Beirates in den Ausschüssen angesprochen, erläuterte er, dass die Besetzung durch sachkundige Bürger von deren Neuordnung abhänge, die im Raum schwebe. Er habe die Hängepartie schon mehrfach angemahnt. Auch in Zukunft solle Sachkompetenz in die Ausschüsse geholt werden.

Er hoffe, dass in der nächsten Ratssitzung eine Entscheidung getroffen werde. Mehrfach betonte Nelles, der Beirat habe in der Vergangenheit wertvolle Arbeit geleistet.

Dass er in Aachen in die Hauptsatzung aufgenommen worden sei, hielt ihm Vorsitzender Mundt vor. Unterdessen verwies Nelles darauf, dass es in der mustergültigen Stadt Baesweiler dieses demokratische Gremium nicht gebe. Sie habe andere Wege gefunden, die Senioren an der Ratsarbeit zu beteiligen. Man müsse in Würselen mit den vorhandenen Ressourcen pfleglich umgehen.

Nelles: „Ich muss gut überlegen, wo und wofür ich Geld ausgeben kann.” Gisela Voigt argumentierte, dass im Vorfeld der Entwurf der Neustrukturierung hätte diskutiert werden sollen. Sie plädierte wie der Vorsitzende dafür, den Beirat in der Hauptsatzung der Stadt zu verankern. Wie es weitergehen wird, hängt davon ab, wie sich die Kommunalaufsicht zu diesen freiwilligen Ausgaben stellen wird.