Baesweiler: Schaurig-schöne Herbstferienwoche im Malteser-Jugendtreff

Baesweiler : Schaurig-schöne Herbstferienwoche im Malteser-Jugendtreff

Die Geister waren los — und die Mädchen und Jungen im Malteser-Jugendtreff Setterich total aus dem Häuschen. Das Team um Treffleiter Markus Siemons hatte Grundschulkinder zu den Herbstferienspielen geladen — diesmal unter dem Motto „Verzaubertes Halloween“.

Ein besonderer Höhepunkt — neben Ausflügen und einem Workshop-Tag — war eine Zauber-Rallye durch Setterich. Zuvor hatte ein Geist die Betreuer verzaubert. Die Kinder konnten den Bann nur lösen, indem sie das Rezept für den Zaubertrank fanden. Ganz schön schwierig, alle Wände und Fußböden abzusuchen — oft genug im Dunkeln.

Aber das war das kleinste Problem für die Zauberlehrlinge. Und es dauerte nicht lange, bis die pfiffigen Mädchen und Jungen das Rezept gefunden hatten: drei Prisen Glitzer, zwei Tropfen Lebensmittelfarbe, 500 ml Wasser und ein Teelöffel Kräuter.

Verschiedene Gruppen — etwa die von Sozialpädagogin Natascha Klein — machten sich dann auf den Weg, um die Zutaten zu suchen — auf dem Friedhof, vor dem Rathaus, an der Kläranlage und im Burgpark. Es beeindruckte, wie mucksmäuschenstill Zauberlehrlinge sein können, wenn sie in einer solchen Mission unterwegs sind. Und diese hatte es in sich: Ein Kind musste etwa mit verbundenen Augen eine Schlange anführen und dabei genau auf die Anweisungen der anderen hören. Die schwierigste Herausforderung war, mucksmäuschenstill zu sein. Das Lieblingsziel: der Burgpark mit der großen Rutsche.

Die Mädchen und Jungen mussten hier einzeln nach oben klettern und herunter rutschen. Jedes Kind, das unten ankam, erhielt von Natascha Klein oder ihren Mitstreiterinnen Lea Klein und Anabell Erbs ein Wort des Zauberspruchs. Da hieß es, mehrmals rutschen, um alle Wörter einzusammeln. Eine große Herausforderung: Der Zauberspruch wirkte nur, wenn er Satz für Satz rückwärts aufgeschrieben und auswendig gelernt wurde. Die Nachwuchs-Zauberer hatten viel Spaß in der gruselig-schönen Ferienwoche.

Weitere Höhepunkte waren Ausflüge zum Darteldome in Kerkrade, zum Wildpark Gangelt und zur Moove Boulder Halle in Aachen sowie ein Grusel-Workshop-Tag zum Abschluss. Eine schöne Tradition, der sich der Malteser-Jugendtreff Jahr für Jahr gerne stelle, erklärte Markus Siemons. Einen Wermutstropfen gebe es jedoch: „Durch die Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre fallen Helferinnen und Helfer weg, die in den Ferien mit Vollgas büffeln müssen, um ihr Abi nicht zu gefährden“, sagte Siemons. „Und die fallen als Betreuer für uns aus.“ Doch sind er und sein Team zuversichtlich, dass die Ferienspiele auch im nächsten Jahr stattfinden.

Mehr von Aachener Nachrichten