Rückschnitt an der Autobahn 44 im Bereich Alsdorf-Begau

Rückschnitt an der A44 : Büsche und Bäume stehen der Sicherheit im Weg

Der Landesbetrieb Straßen NRW ist dabei, das Gehölz an der Autobahn 44 im Bereich Alsdorf zurückzuschneiden. Das soll der Verkehrssicherheit dienen.

Derzeit sind am Rande der Autobahn 44 in Höhe Alsdorf-Begau Männer in orangenen Warnwesten unterwegs, um überflüssiges Grün zu beseitigen. „Es handelt sich um die normalen Arbeiten zur Gehölzpflege“, erklärte Norbert Cleve von der federführenden Autobahnniederlassung Krefeld. Ein Leser hatte sich in der Redaktion gemeldet und gefragt, wozu die Arbeiten dort überhaupt stattfänden. Schließlich hätten die Bäume, die nun dort gefällt würden, einen Teil zum Lärmschutz beigetragen.

Jenem Lärmschutz, der viele Anrainer der A 44 im Ortsteil Begau bereits den ein oder anderen Nerv gekostet haben wird. Mehrere Jahre schon werden an der Stelle von der Stadt zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen gefordert. Bevor über solche Maßnahmen entschieden werden könne, hieß es vonseiten der Landesregierung, müssten aktuelle schalltechnische Berechnungen durchgeführt werden. Nach einigen Kleinen Anfragen im Landtag hat das NRW-Verkehrsministerium nun erklärt, die Berechnungen würden im Februar oder März über die Bühne gehen.

Kein Lärmschutz-Zusammenhang

Große Bäume, die eher im hinteren Bereich der Autobahnböschung stehen, werden im Bereich Begau bei der Gehölzpflege nicht gefällt. Es handele sich um größere Gehölze bis hin zu kleinen Bäumen. Die Arbeiten stünden in keinem Zusammenhang mit dem Lärmschutz. Was dort nun zurückgeschnitten werde, „ist in zwei Jahren wieder mannshoch“. Damit Lärm verstärkt in den Siedlungsbereich oberhalb der Autobahn durchdringe, müsse man schon Gehölz in einer Tiefe an die 100 Meter entfernen. „Wir nehmen aber nur 8 bis 10 Meter weg.“ Das der Lärm von der Autobahn nach der Gehölzpflege zunehme, sei ein subjektiver Eindruck, ein psychologisches Moment spiele eine Rolle. Wenn man eine Lärmquelle sehe, komme sie einem lauter vor. Diesen Vorwurf bekomme der Landesdienst Straßen NRW häufig zu hören: Bäume oder Sträucher werden weggenommen und damit sei die Lautstärke gestiegen.

Der Rückschnitt, erklärt Cleve, diene ausschließlich der Verkehrssicherheit. Zum einen werde so Vorsorge getroffen, dass Fahrzeuge, die in einen Unfall verwickelt sind und von der Fahrbahn abkommen, nicht gegen einen Baumstamm prallen, sondern eher in „weichem“ Buschwerk landen. Außerdem minimiere man auf diese Weise die Gefahr von Windbruch direkt an der Autobahn. In einigen Bereichen gehe es auch schlicht darum, Sichtstrecken, etwa in Kurven oder Ausfahrten, freizumachen.

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