Roland Vossebrecker in der Kulturkirche St. Josef

Kulturkirche St. Josef : Gelungener Konzertabend mit Roland Vossebrecker

Es geht ihm um eine gerechte Welt, frei von Armut, Rassismus und Menschenverachtung. Roland Vossebrecker setzt dazu das ein, was er besonders gut vermag: die Musik. Der studierte Pianist, der im vergangenen Jahr bereits im Klösterchen seine Zuhörer begeisterte, spielte in der Kulturkirche Werke von Bach und Brahms sowie selbst komponierte Kanon-Sonatinen.

Ausgerichtet von der Kulturkirche St. Josef, dem evangelischen Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Aachen und aus Anlass der Jährung der Auschwitz-Befreiung dem Arbeitskreis gegen das Vergessen, verband Vossebrecker in diesem Konzert seine Aktivitäten für die Entwicklungshilfe-Organisation Oxfam und das Bildungswerk Stanislaw Hantz mit Klassik und neuer Musik.

Der in Bergisch-Gladbach beheimatete Vossebrecker machte die Zuhörer richtiggehend neugierig auf seine selbst komponierten Sonatinen. Er ist nach eigener Aussage Anhänger eines intelligenten Konstruktionsprinzips der Musik. Seine Sonatinen brachten dabei verschiedenste Stimmungen rüber, überraschten, ließen aufhören und ließen träumen. Die von ihm ausgewählten klassischen Werke bezeichnete er als Charakterstücke, und allen dargebrachten Werken war gemeinsam, dass das Ganze mehr wog als die Summe seiner Teile.

Dies galt nicht nur für die Musik, sondern für den ganzen gelungenen Konzertabend. Vossebrecker machte immer wieder kleine mündliche Einschübe, berichtete von seinem Antrieb, das Holocaust-Gedenken zu stärken oder Spenden für Oxfam einzusammeln, die traumatisierten Frauen und Kinder in Afrika hilft, Trinkwasser- und Hygieneaktivitäten betreibt oder sich in Brasilien gegen die soziale Ungleichheit wehrt. Vossebrecker ist nicht nur Künstler, sondern Philanthrop, der von seinen Zuhörern in der Erlöserkirche mit großem Beifall verabschiedet wurde.

(ust)