Würselen: Richtig fit für den Einsatz unter Atemschutz

Würselen: Richtig fit für den Einsatz unter Atemschutz

Nach der positiven Resonanz in den vergangenen Jahren bot die Freiwillige Feuerwehr der Stadt ein weiteres Mal eine spezielle Ausbildung für ihre Atemschutzträger an. Dazu fuhr für zwei Tage der Sattelschlepper mit der mobilen Feuerlöschübungsanlage auf dem Gelände der Feuerwache an der Industriestraße vor.

In dieser Zeit durchliefen insgesamt 72 haupt- und ehrenamtliche Würselener Wehrleute die Anlage. Es wurden für sie verschiedene Brandszenarien, wie Treppenbrand, brennende Propangasflasche oder Küchenbrand, simuliert. Mittels Edelstahlattrappen waren dazu verschiedene Einrichtungsgegenstände eingebaut worden. Mit flüssiggasbetriebenen Brennern konnten sie „befeuert“ werden. Durch Verrauchen der gesamten Anlage wurden sehr realistische Einsatz-Situationen bei „Nullsicht“ nachgestellt. Wichtig war für den Ausbildungsbeauftragten Michael Pütz die einheitliche Ausbildung innerhalb der drei ehrenamtlichen Löschzüge und der Hauptwache.

Um einen sicheren Übungsablauf zu gewährleisten, waren verschiedenste Sicherheits-Einrichtungen installiert. In der Anlage und an den Bedienungselementen befanden sich Notschalter, die jederzeit vom Ausbilder oder von den Übenden ausgelöst werden konnten. Über sie hätte die Gaszufuhr automatisch gestoppt und über ein Belüftungssystem die gesamte Übungsanlage in kürzester Zeit entraucht werden können. Zusätzlich sorgten verschiedene Fluchtwege für maximale Sicherheit. Erstmalig begleiteten Ausbilder der Würselener Wehr, neben Michael Pütz auch Toni Graf, Wilfried Dümont, Ingo Wellschmidt und Thomas G. Sprank, die einzelnen Trupps in der Anlage, eine zusätzliche Sicherheit. Außerdem standen noch Rettungsassistenten und auch der Feuerwehrarzt Dr. Sven Dreesbach mit einem aus dem Rathaus ausgeliehenen Defibrillator für eventuelle Notfälle in Bereitschaft.

Als die Atemschutzgeräteträger die Feuerlöschübungsanlage „gemeistert“ hatten, war noch nicht Schluss. Es folgte ein sportlicher Teil und eine Auswertung des einsatztaktischen Vorgehens. „Durch Beteiligung an der gebotenen Fortbildung konnte ein Großteil unserer Atemschutzgeräteträger die vorgeschriebene jährliche Belastungsübung absolvieren“, resümierte der Leiter der Wehr, Josef Hermanns. Besonders lobte er die Fitness eines jeden Feuerwehrmannes. Davon konnte sich auch 1. Beigeordneter Werner Birmanns vor Ort überzeugen. Während der Übungen herrschte in der Atemschutzwerkstatt Hochbetrieb. Mussten doch alle Atemschutzgeräte in kürzester Zeit überprüft und wieder gefüllt werden.

(ehg)