Herzogenrath: Regiokonzert „Cantarode“: Chöre sorgen für unvergessliches Erlebnis

Herzogenrath : Regiokonzert „Cantarode“: Chöre sorgen für unvergessliches Erlebnis

Die Ankündigung hielt, was sie versprach. „An dieses Konzert werden Sie sich lange erinnern“, versprach die Stadt Herzogenrath als Veranstalter des Regiokonzertes „Cantarode“ Herzogenrath. Über gut drei Stunden lang wurde das zur Gewissheit. Denn drei Spitzenchöre aus den Niederlanden, Polen und Belgien faszinierten etwa 300 Besucher in der Aula des Schulzentrums.

Gastgeber Chévremonts Mannenchor lud im Rahmen der Chorbiennale Kerkrade zu einem Gemeinschaftskonzert ein, das zur Extraklasse reifte. Der Jugenddamenchor Furiosa Arte Musicale aus Belgien und der polnische Chor Politechniki Koszalinskiej kooperierten mit dem Mannenkoor Chévremont und gestalteten einen sehr anspruchsvollen musikalischen Abend.

Peppig, gesanglich fein ausgebildet und mit dem Motto „Always Something Sing“ unterwegs: Furiosa aus Belgien (l.). „Wein und Liebe“— das passt zueinander und wurde als schöne Weise vom Ensemble Chevremonts Mannenkoor 1912 in Herzogenrath vorgetragen. Foto: Sigi Malinowski

Begrüßt wurde das Publikum vom ehemaligen Herzogenrather Bürgermeister Gerd Zimmermann, ehe der Moderator dreisprachig und sehr humorvoll durch ein feines Konzert führte.

Den Auftakt machte Chevremonts Mannenkoor 1912 und seine Dirigentin Veron Jongstra. Die Begleitung am Piano lag in den Händen von Gerald Wijnen. Wie international das Programm der Niederländer war, ließ sich sehr schön unter anderem mit dem Titeln „Mit 66 Jahren“ von Udo Jürgens oder auch dem „Ave Maria“ hören.

International, das Zauberwort des Abends, präsentierten sich die jungen Frauen von „Furiosa“, geführt vom Dirigenten Steve de Veirmann. „Highflight“, „Remember Me“ oder auch „Stumble my Feet“ wechselten mit der finnischen Weise „On Suuri sun Rauntas Autius“.

Nach dem zweiten Hörgenuss der „Chevremonter“ setzte der Studentenchor „Canzona“, der mehr als 1000 Kilometer weit angereist war, zum mitreißenden Finale an. „Laudatio Dominum“, „Alleluja“ oder „O Crux Ave“: Der Chef des Chores, Radoslav Wilkiewicz, hatte mit seinen jungen Herren ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt.

Kaum jemand, in dessen Gesicht nicht zu lesen war, dass dieses Konzert lange in Erinnerung bleibt. Oder wie es ein weiblicher Gast formulierte: „Tranen kwamen in mijn ogen”. Wohl wahr.